Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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150 Oliver Twiſt.

»Schicke das Mädchen her,« ſagte Sikes, indem er das Glas mit einem Zuge leerte.

Barney ſah ſchüchtern Fagin, wie um Erlaubniß fragend, an, ging aber, da der Jude weder antwortete noch die Augen aufſchlug, fort, und kam bald darauf mit dem Mädchen zurück, das noch den Hut, die Schürze, das Körbchen und den Schlüſſel trug.

»Biſt Du auf der Fährte, Aennchen?« fragte Sikes, indem er ſein Glas hinhielt.

»Ja, Bill,« antwortete das Mädchen,»aber auch müde. Der Junge iſt krank geworden, und«

»Ach, liebes Aennchen!« fiel Fagin ein, und ſah

empor.

Es kommt nicht viel darauf an, ob eine eigenthüm⸗ liche Zuſammenziehung der rothen Augenbrauen des Ju⸗ den und ein halbes Zudrücken ſeiner tiefliegenden Augen dem Mädchen andeuteten, ſie ſei zu ſchwatzhaft; wir kümmern uns nur um die Sache pelbſt, und dieſe iſt, daß ſie plötzlich inne hielt, Sikes Se⸗ hrmals anlächelte und dem Geſpräche eine andere Riai ung gab. Nach etwa zehn Minuten bekam Fagin einen Huſtenanfall, worauf das Mädchen den Shawl umnahm und meinte, es ſei Zeit zum Fortgehen. Sikes dachte daran, daß ſein Weg eine kurze Strecke weit derſelbe wie der ihrige ſei, und erbot ſich, ſie zu begleiten. Sie gingen alſo

mit einander fort und in geringer Entfernung folgte ih⸗

nen der Hund, der aus dem Hofe kam, ſobald ſein Herr ihm aus den Augen war.

Der Jude ſteckte ſeinen Kopf durch die Stubenthür hinaus, nachdem Sikes ihn verlaſſen hatte, ſah ihm nach, als derſelbe den dunkeln Gang hinſchritt, ſchüttelte die geballte Fauſt, murmelte einen fürchterlichen Fluch und ſetzte ſich alsdann mit einem gräßlichen Hohngelächter