Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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140 Oliver Twiſt.

Alles dies hörte Herr Brownlow ruhig mit au, da er ſeines Freundes Eigenheiten kannte, obgleich er ſelbſt ziemlich heftig war; dagegen ſprach Grimwig bei dem Thee ſeine vollkommene Zufriedenheit mit den Muffins aus, alles ging ganz gut, und Oliver, der ſich wieder eingefunden hatte, fing an, in Gegenwart des heftigen Alten freier zu athmen.

»Wann wollen Sie ſich denn einen vollſtändigen und wahren Bericht von dem Leben und den Abenteuern

Dliver Twiſts geben laſſen?« fragte Grimwig den Freund,

nachdem er ſeinen Appetit geſtillt hatte, und er ſah da⸗ bei Oliver wie gewöhnlich von der Seite an.

»Morgen früh,« antwortete Brownlow, und ſetzte dann gegen Oliver hinzu:»Komm morgen früh um zehn Uhr zu mir, mein Sohn.«

»Ja, Sir,« antwortete Oliver mit einiger Zöge⸗ rung, denn Grimwigs ſcharfe Blicke machten ihn ver⸗ legen.

»Ich ſage Ihnen, er kommt nicht,« flüſterte Grim⸗ wig dem Freunde zu;»er kommt nicht. Ich ſah es, wie er zögerte, ehe er antwortete. Er hintergeht Sie, lieber Freund.«

»Ich möchte es beſchwören, daß er das nicht thut,« erwiederte Brownlow warm.

»Thut er es nicht, ſo will ich« und er ſchlug mit dem Stocke auf den Boden.

»Ich bürge mit meinem Leben für die Wahrheit des Knaben,« entgegnete Brownlow und ſchlug dabei auf den Tiſch.

» Und ich mit meinem Kopfe für ſeine Falſchheit,« erwiederte Grimwig, der auch auf den Tiſch ſchlug.

»Wir werden ja ſehen,« fuhr Brownlow fort und

kämpfte ſeinen Zorn nieder.