Oliver Twiſt. 141
»Ja, das werden wir,« entgegnete Grimwig mit einem herausfordernden Lächeln,»„das werden wir.«
In dieſem Augenblicke brachte Frau Bedwin ein klei⸗ nes Packet Bücher, welche Brownlow Vormittags bei demſelben Büchertrödler gekauft hatte, der in dieſer Ge⸗ ſchichte ſchon einmal aufgetreten iſt, legte daſſelbe auf den Tiſch und wollte wieder gehen..
»Rufen Sie doch einmal den Knaben, Frau Bedwin, es iſt etwas zurückzutragen,« ſagte Herr Brownlow. »Auch ſind die Bücher noch nicht bezahlt, und der arme Mann braucht das Geld.«
„»Er iſt ſchon fort.«
»So rufen Sie ihn nur.«
Die Hausthüre wurde geöffnet. Oliver lief dahin und die Magd dorthin, Frau Bedwin blieb an der Thüre ſtehen und rief nach dem Knaben, der die Bücher ge⸗ bracht hatte; aber es war kein Junge zu ſehen, und Oliver wie die Magd kamen athemlos zurück und mel⸗ deten, daß ſie denſelben nicht gefunden.
»Das thut mir ſehr leid,« meinte Herr Brownlow; vich wünſchte beſonders, dieſe Bücher noch heute zurück⸗ zugeben.«
»Schicken Sie Oliver damit fort,« fiel Grimwig mit ſpöttiſchem Lächeln ein;„der giebt ſie gewiß ſicher ab.«
»Ja, laſſen Sie mich die Bücher forttragen, Sir,⸗ ſagte Oliver;»ich will recht ſchnell laufen.«
Der alte Herr wollte eben ſagen, Oliver dürfe durch⸗ aus nicht gehen, aber ein ganz malitiöſer Huſten Grim⸗ wigs beſtimmte ihn, nun gerade dem Knaben die Er⸗ laubniß zu geben, damit er beweiſe, wie Unrecht ihm ſein Freund mit dem Verdachte thue.»Ja, Du ſollſt gehen, mein Sohn,« antwortete Brownlow.»Die


