Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Oliver Twiſt.

»Du ſollſt ſie alle leſen, wenn Du artig biſt,« ſagte der alte Herr freundlich,»und das wird Dir beſſer ge⸗ fallen, als den Einband anzuſehen, obgleich es viele Bü⸗ cher giebt, an denen der Einband das Beſte iſt.«

»Gewiß dieſe ſchweren da,« entgegnete Oliver, in⸗ dem er auf einige dicke Quartanten mit vieler Vergol⸗ dung am Einbande wies.

»Nein,« antwortete der alte Herr, während er Oli⸗ ver auf den Kopf klopfte und dabei lächelte;»möchteſt Du auch ein Gelehrter werden und Bücher ſchreiben können?2«.

»Ich glaube, ich würde ſie lieber leſen,« antwortete Oliver.

»Wie? Du möchteſt kein Schriftſteller werden?« fragte der alte Herr. 1

Oliver dachte einen Angenblick nach und antwortete dann, er glaube, Buchhändler zu ſein wäre beſſer als Buchſchreiber; darüber lachte der alte Herr ſehr und meinte, er habe eine ganz gute Bemerkung gemacht. Oliver freuete ſich, dies gethan zu haben, obgleich er nicht wußte, worin das Treffende ſeiner Bemerkung

lag.

»Nun, laß es gut ſein,« fuhr der alte Herr fort, „vich will Dich nicht zu einem Schriftſteller machen, ſo lange es noch ein ehrliches Handwerk giebt.«

»Ich danke Ihnen, Sir,« antwortete Oliver, und der alte Herr lachte wiederum über die Ernſthaftigkeit ſdes Knaben und ſagte etwas von einem merkwürdigen Inſtincte, was Oliver nicht verſtand und deshalb nicht weiter beachtete.

» Nun,« fuhr Herr Brownlow, wo möglich in noch freundlicherm, aber zugleich auch ernſterm Tone fort, als Oliver ihn bisher hatte ſprechen hören,„nun ſei auf⸗