Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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noch die ie glichen den Ratten, die er auf der ſehen.

»Niemand ſoll ſie thren,« ſagte der Mann, indem er haſtig aufſprang, als der Leichenbeſtatter zu der Leiche trat.»Zurück, zurück, wer ein Leben zu verlieren hat!

»Machen Sie keine dummen Streiche, lieber Mann,⸗ antwortete der Leichenbeſtatter, der an Elend in allen Geſtalten ſchon gewöhnt war.

»Ich ſage Ihnen,« fuhr der Mann fort, indem er die Fauſt ballte und heftig mit den Füßen ſtampfte,»ich laſſe ſie nicht begraben. Sie kann nicht in der Erde bleiben. Die Würmer würden ihr keine Ruhe gönnen und ſie hat ſchon im Leben keine Ruhe gehabt.«

Der Leichenbeſtatter antwortete auf dieſe wahnſinni⸗ gen Worte nicht, ſondern nahm ein Band aus der Ta⸗ ſche und knieete einen Augenblick neben dem Leichnam nieder.

»Ja,« begann nun der Mann, indem er zu den Fü⸗ ßen der todten Frau auch auf ſeine Kniee ſank,»knieet nieder, knieet Alle nieder um ſie her und merkt, was ich ſage. Ich ſah ſie verhungern. Ich wußte nie, wie krank ſie war, bis das Fieber ſie befiel, und dann ſtachen ihre Knochen durch die Haut. Wir hatten weder Feuer noch Licht; ſie ſtarb im Finſtern im Finſtern. Sie konnte nicht einmal die Geſichter ihrer Kinder ſehen, obgleich wir hörten, daß ſie leiſe ihre Namen ausſprach. Ich bettelte für ſie auf den Straßen und ſie ſteckten mich dafür in das Gefängniß. Als ich wiederkam, lag ſie im Sterben; o, alles Blut in meinem Herzen vertrocknete,

denn die Menſchen ließen ſie verhungern. Ich ſchwöre

es vor dem Gott, der es geſehen, ſie ließen ſie verhun⸗

gern.« Er faßte ſein Haar mit beiden Händen und

walzte ſich mit lautem Schrei und ſtierem Auge auf dem