Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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ſelbſt darin ſchienen ein me ſich einen Aufenthalt g ucht z denn viele Bret⸗ ter, welche die Stelle der Thüren und Fenſter vertraten, waren herausgebrochen, um eine Oeffnung zu gewähren, durch welche ein menſchlicher Körper ſich hindurch drän⸗ gen konnte. Die Goſſe ſtank und ſelbſt die todten Rat⸗ ten, die hier und da lagen, ſchienen verhungert zu ſein.

An der offenen Thüre, an welcher Oliver und deſſen Herr ſtehen blieben, befand ſich weder ein Klopfer noch eine Klingel; ber Leichenbeſtatter tappte alſo vorſichtig über einen dunkeln Gang, empfahl Oliver, dicht bei ihm zu bleiben und ſich nicht zu fürchten, ſtieg eine Treppe hinan und klopfte an die Thüre, die ihm entgegenſtieß.

Sie wurde von einem etwa vierzehnjährigen Mäd⸗ chen geöffnet. Der Leichenbeſtatter ſah ſogleich geung in der Wohnung, um zu wiſſen, daß er an Ort und Stelle ſei. Oliver folgte ihm.

Kein Feuer brannte in der Stube, aber ein Mann kauerte am leeren Kamin. Auch eine alte Frau hatte einen niedrigen Stuhl dicht an daſſelbe gezogen und ſaß dort. In einem andern Winkel befanden ſich einige zer⸗ lumpte Kinder, und in einer Art Niſche, der Thüre ge⸗ genüber, lag etwas am Boden, das unter einer alten Decke verborgen war. Oliver ſchauderte, als er dahin ſah und drängte ſich unwillkürlich dichter an ſeinen Herrn; denn der Knabe fühlte es, daß unter jener Decke eine Leiche lag.

Das Geſicht des Mannes war hager und todten⸗ bleich, ſein Haar und Bart graulich, und ſeine Augen mit Blut unterlaufen. Das Geſicht der alten Frau da⸗ gegen war reich an Runzeln, ihre beiden letzten Zähne ragten über die Unterlippe hinweg und ihre Augen wa⸗ ren hell und ſcharf. Oliver konnte weder den Mann

n der Nacht