Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſaßen, und Herr Sower reren demüthigen Blicken auf ſeine Frau ſich nerkung erlaubte: »Liebe Frau. Er wollte mehr ſagen, da aber die liebe Frau eine beſonders ungnädige Miene machte, ſo ſchwieg er plötlich ſtill. »Nun?« fragte die Frau. »Nichts, liebe Frau, nichts.« »Du biſt ein dummes Thier.« Das nicht, liebe Frau,« entgegnete Herr Sower⸗ berry beſcheiden.»Ich glaubte, Du wollteſt hören. Ich wollte nur ſagen...« »Verſchone mich mit dem, was Du ſagen wollteſt,« unterbrach ihn die Frau.»Frage mich nicht. Ich dränge mich nicht in Deine Geheimniſſe.« Und als ſie dies ſagte, brach ſie in ein hyſteriſches Lachen aus, das ge⸗ fährliche Folgen haben konnte. »Aber, liebe Frau,« fuhr Sowerberry fort, ich wollte Dich bloß um Deinen Rath bitten.« »Nein, nein, frage nicht nach meinem Rathe, laß Dir Andere rathen,« und es kam wieder ein hyſteriſches Lachen, das den Herrn Sowerberry ſehr erſchreckte. Die Weiber nehmen zu dieſem Mittel, das meiſt ſehr wirk⸗ ſam iſt, häufig ihre Zuflucht. Auch hier bewirkte es, daß Sowerberry ſich als eine beſondere Gnade ausbat, das ſagen zu dürfen, was Madame Sowerberry gar zu gern hören wollte, und nach einem kurzen Wortwechſel von etwa dreiviertel Stunde wurde denn die Erlaubniß endlich gnädig bewilliget. »Es handelt ſich nur von dem jungen Twiſt, liebe Frau,« fuhr Sowerberry fort.»Er ſcheint ein recht guter Junge zu ſein und ſieht auch recht gut aus.« »Das muß er wohl, ißt er doch genug,⸗ ben die Frau. 5

9