Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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44 Oliver Twiſt.

wurde der kleine Oliver von Bumbles Rockſchößen, die der Wind zurückwarf, ganz verhüllt, während ſich die große Weſte des Vogtes und die kurzen Hoſen deſſel⸗ ben ſehr zu ihrem Vortheile zeigten. Erſt als ſie nahe an den Ort ihrer Beſtimmung kamen, hielt es Bumble für nöthig, auf den Knaben hinunter zu ſehen, um ſich zu überzeugen, ob er ihn dem neuen Herrn auch mit Vortheil zeigen könne. Mit einer gnädigen Gönner⸗ miene ſagte denn Herr Bumble:»Oliver!«

»Ja, Herr,« antwortete Oliver mit leiſer und zit⸗ ternder Stimme.

Schiebe die Mütze aus den Augen und halte den Kopf gerade.«

Obgleich Oliver that, was ihm geheißen war, und mit dem Rücken der freien Hand ſchnell über die Au⸗ gen ſtrich, ſo hing doch noch eine Thräne darin, als er an ſeinem Führer hinaufſahe, ſie rollte an den Backen herunter, da Bumble ihn finſter anblickte. Der erſten folgte eine zweite und eine dritte. Der Knabe bemü⸗ hete ſich zwar, dieſelben im Auge zu zerdrücken, aber vergebens; er mußte ſein Geſicht mit beiden Händen bedecken, und er weinte, bis die Thränen zwiſchen ſeinen hagern kleinen Fingern durchdrangen.

Bumble blieb ſtehen, warf dem Knaben einen fürch⸗ terlichen Blick zu und ſagte:»Von den undankbarſten, boshafteſten Jungen, die ich geſehen, biſt Du«

»Nein, nein, lieber Herr,« ſchluchzte Oliver und griff nach der Hand, welche den wohlbekannten Stock hielt;nein, nein, lieber Herr, ich will gut, recht gut ſein. Ich bin ein kleiner Knabe, Herr, und ſo ſo«

»Was ſo?« fragte Herr Bumble mit Verwun⸗ derung.

»So allein, Herr, ſo ganz allein,« ſtotterte das