Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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DSDiiver Twiſt. 43

um einen Verſuch zu machen, ob der Junge bei wenig Koſt viel arbeiten könne.

Als der kleine Oliver zu den Vorſtehern geführt wurde und man ihm da ſagte, er werde noch dieſen Abend als Hausburſche zu einem Sargfabrikanten kom⸗ men, und wenn er ſich über ſeine Lage beklage oder je⸗ mals in das Arbeitshaus zurückkehre, auf ein Schiff gegeben, um da erſäuft oder todt geprügelt zu werden, wie es ſich gerade treffe, äußerte er ſo wenig Rührung, daß ſämmtliche Vorſteher einſtimmig ihn für einen ver⸗ ſtockten jungen Böſewicht erklärten und dem Vogt be⸗ fahlen, ihn auf der Stelle fortzuſchaffen.

Obgleich es nun ganz natürlich iſt, daß die Vorſte⸗ her des Hauſes bei dem geringſten Anzeichen von einem Mangel an Gefühl bei irgend Jemandem ſehr verletzt und verwundert ſein mußten, ſo hatten ſie in dem vor⸗ liegenden Falle doch ganz Unrecht. Oliver beſaß kei⸗ neswegs zu wenig, ſondern vielmehr zu viel Gefühl; es wäre aber durchaus nicht zu verwundern geweſen, wenn ihn die übele Behandlung, die er bisher gefunden hatte, gefühllos gemacht hätte. Er hörte die Nachricht von ſeiner neuen Beſtimmung ſchweigend an, und als man ihm ſein Gepäck in die Hand gegeben, das nicht ſchwer war, da es ſich auf ein kleines Papier⸗Packet beſchränkte, zog er ſeine Mütze über die Augen, hing ſich noch einmal an Bumble's Rockſchoß und wurde von dieſem würdigen Manne an einen neuen Schau⸗ platz von Leiden geführt.

Einige Zeit lang zog Bumble den armen Oliver mit ſich ſort, ohne weiter Notiz von ihm zu nehmen oder eine Bemerkung zu machen, denn der Vogt oder Büttel trug ſeinen Kopf ſehr gerade, wie es ein Vogt immer thun ſollte, und da es ein windiger Tag war,

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