indern mit dem Getreidehänd⸗ eeiine Quantität Hafermehl zu liefern, und beſtimn für ihre Pflegbefohlnen täglich drei Gerichte dünner Hafergrütze, mit einer Zwiebel zweimal in der Woche und einer halben Semmel am Sonntage. Ueberdies trafen ſie noch viel andere weiſe und menſchenfreundliche Anordnungen wegen der Frauen, die wir nicht zu erwähnen brauchen; unternahmen es gutmüthig, arme verheirathete Leute zu ſcheiden, da gerichtliche Scheidungen zu theuer ſind, und ſtatt wie früher einen Mann zu zwingen, ſeine Familie zu er⸗ nähren, nahmen ſie ihm dieſe Familie ab und machten ihn wieder ledig! Wie viele in allen Ständen um dieſe letztern Wohlthaten ſich beworben haben würden, wä⸗ ren ſie nicht mit dem Arbeitshauſe verbunden geweſen, läßt ſich durchaus nicht beſtimmen. Aber die Vorſteher waren vorſichtige Männer und hatten auch daran ge⸗ dacht. Jene Wohlthaten waren unzertrennlich von dem Arbeitshauſe und der Hafergrütze, und das hielt die Leute zurück.
In den erſten drei Monaten nach Olivers Ankunft ſtand das neue Syſtem in voller Wirkſamkeit. Anfäng⸗ lich freilich war es ziemlich koſtſpielig in Folge der Er⸗ höhung der Rechnung des Leichenbeſtatters und Sarg⸗ lieferanten und der Nothwendigkeit, die Kleidungsſtücke aller Armen enger machen zu laſſen, da dieſelben nach ein⸗ oder zweiwöchentlichen Hafergrützgenuß um die dürren Glieder der Leute herumſchlotterten; aber die Zahl der Arbeitshaushewohner wurde auch dünn, und die Vorſteher jubelten.
Der Saal, worin die Knaben gefüttert wurden,
ler, gelegentlie
war groß und von Stein, und an dem einen Ende
deſſelben ſtand ein Keſſel, woraus der Hausvater, der


