Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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22 chs Uhr anfan⸗ der weißen

Du wirſt alſo morgen gen, Werg zu zupfen,

Veſte hinzu.

Für die Verbindung dieſer beiden Wohlthaten in dem einfachen Wergzupfen verbeugte ſich Oliver tief auf ei⸗ nen vernehmlichen Wink des Vogtes, worauf er in ei⸗ nen großen Saal geführt wurde, wo er ſich auf einem harten rauhen Be tte in Schlaf weinte. Ach, wie vor⸗ züglich ſind doch die Wohlthätigkeitsanſtalten Englands! Sie geſtatten den Armen zu ſchlafen, wenn ſie können.

Armer Oliver! Er dachte nicht im mindeſten daran, als er im glücklichen Vergeſſen aller Dinge um ihn feſt ſchlief, daß die Vorſteher des Hauſes gerade an dem Tage einen Beſchluß gefaßt hatten, der den größten Einfluß auf ſeine Zukunft haben ſollte.

Die Vorſteher des Hauſes waren nämlich ſehr ein⸗ ſichtsvolle, philoſophiſche Männer, und als ſie ihre Auf⸗ merkſamkeit auf das Arbeitshaus richteten, bemerkten

ſie ſogleich, was gewöhnliche Leute nie entdeckt haben

würden, daß nämlich das Arbeitshaus den Armen ſehr wohlgefalle, und in ihren Augen ein Ort der regel⸗

mnuäßigen Unterhaltung, eine Schenke, worin man nichts

bezahle, und das ganze Jahr hindurch Frühſtuͤck, Mit⸗

tagseſſen, Thee und Abendeſſen erhalte, mit einem

Worte ein Paradies ohne alle Arbeit ſei.»Ja,« ſagten vie Vorſteher und machten ſehr kluge Geſichter,»wir ſind die Leute darnach, dies Anders zu machen.« So wurde der Beſchluß gefaßt, alle Arme ſollten die Wahl

haben(zwingen mochten ſie Niemanden, Gott behüte!),

laugſam in und ſchnell außer dem Hauſe zu verhungern. Demzufolge ſchloſſen ſie einen Contract mit der Waſſer⸗

lieferungsanſtalt, eine unbeſchränkte Menge Waſſer her⸗