Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
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192. Die Pickwicker.

ſich angeſiedelt hatte. Man ſieht ihn während der Som⸗ mermonate alle Tage mit jugendlichem und munterm Gange und Weſen auf der Teraſſe ſpazieren, wodurch er ein Gegenſtand der Bewunderung der vielen unverheira⸗ theten ältlichen Damen geworden iſt, die dort ebenfalls zu luſtwandeln pflegen. Er hat jedoch nie wieder eine Liebeserklärung oder einen Heirathsantrag gewagt.

Bob Sawyer und Benjamin Allen erhielten Anſtel⸗ lungen als Chirurgen bei der oſtindiſchen Kompagnie, und beide haben in Bengalen ſchon mehr als ein Dutzend Mal das gelbe Fieber gehabt, worauf ſie ſich zu einiger Enthaltſamkeit bequemten, und ſeit jener Zeit befinden ſie ſich recht wohl.

Miſtreß Bardell fährt fort, ihre Wohnung mit großem Erfolg an umgängliche einzelne Herren zu ver⸗ miethen, hat jedoch bisher keine neue Klage wegen ge⸗ brochener Eheverſprechungen angebracht.

Die Herrn Dodſon und Fogg, ihre Anwälde, be⸗ treiben nach wie vor ihr Geſchäft ebenfalls mit dem größten Erfolg für ihre Finanzen, und gelten allgemein für die Schärfſten unter den Scharfen.

Sam Weller hielt ſein Wort, und blieb noch zwei Jahre lang unverheirathet. Als nach dieſer Zeit die alte Haushälterin ſtarb, erhob Herr Pickwick Mary zu ihrer Nachfolgerin, doch unter der Bedingung, Sam Weller ſofort zu ehelichen, worauf ſie auch ohn Murren einging. Der Umſtand, daß man im Garten des Herrn Pickwick zwei kräftige kleine Buben häufig umherlaufen ſieht, be⸗ rechtigt zu dem Schluß, daß die Ehe nicht unfruchtbar geblieben iſt.

Herr Weller Senior fuhr noch ein ganzes Jahr lang eine Poſtkutſche, aber die Gicht nöthigte ihn, ſich