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Die Pickwicker. 191
und ſie nach dem Verlauf der Natur wieder zu verlie⸗ ren.— Es iſt das Schickſal der Autoren und Dichter, ſich Freunde zu erſchaffen, und ſie nach Vollendung des Kunſtwerks wieder aufgeben zu müſſen. Doch dies iſt noch nicht das volle Maaß ihres Unglücks; man verlangt obenein von ihnen, daß ſie berichten ſollen, was aus ihren Schattenfreunden geworden ſei.
Indem wir uns dieſem— ohne Frage böſen— Gebrauch unterwerfen, theilen wir noch einige biogra⸗ phiſche Notizen über die bei Herrn Pickwick verſammelten Hochzeitsgäſte und andere Perſonen mit, die in unſerer wahrhaften Geſchichte eine Rolle ſpielten. ¹
Herr und Miſtreß Winkle, zu vollen Gnaden wieder angenommen, bezogen nach kurzer Zeit ein eignes neues nur eine halbe Meile von Herrn Pickwicks Wohnung entferntes Haus. Herr Winkle wurde der City⸗Agent oder Korreſpondent ſeines Vaters, und vertauſchte ſein bisheriges Koſtüm mit der gewöhnlichen Kleidung der Britten, ſo daß er ſpäterhin, ſeinem äußern Menſchen nach, ſtets einem civiliſirten Chriſten gleichſah.
Herr und Miſtreß Snodgraß ließen ſich in Dingley⸗ Dell nieder, wo ſie einen kleinen Landbeſitz kauften und be⸗ wirthſchafteten, mehr der Beſchäftigung als des Gewinnes halber. Herr Snodgraß iſt bisweilen zerſtreut und me⸗ lancholiſch, und gilt bis zu dieſer Stunde für einen großen Dichter im Kreiſe ſeiner Freunde und Bekannten, obgleich er, ſo viel wir wiſſen, nichts veröffentlicht hat, was dieſe Meinung unterſtützen könnte. Wir kennen indeß nicht wenige Poeten, Philoſophen, und andere Lite⸗ raten, deren hoher Ruf auf derſelben Grundlage beruht.
Herr Tupman wählte Richmond zum Wohnſitz, als ſich zwei ſeiner Freunde verheirathet, und Herr Pickwick


