Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 187

fuhr ſchleunigſt nach Dingley⸗Dell ab, um mit ſeiner Mutter zurückzukehren. Als er der alten Dame die Nachricht nicht ohne den ihm eigenen Ungeſtüm mit⸗ theilte, fiel ſie ſofort in Ohnmacht, kehrte jedoch ſehr bald wieder zum Bewußtſein zurück, ließ augenblicklich ihr geblümtes ſeidenes Kleid einpacken, und begann ver⸗ ſchiedene Vorfälle ähnlicher Art, die ſich bei der Vermäh⸗ lung der älteſten Tochter der verſtorbenen Lady Tollning⸗ lober ereignet hatten, zu erzählen, womit ſie nach drei Stunden noch nicht zur Hälfte fertig war.

Natürlich mußte auch Miſtreß Trundle von den Vorbereitungen in Kenntniß geſetzt werden, mit denen man in London beſchäftigt war. Da ſie ſich in hoff⸗ nungsvollen Umſtänden befand, ſo erfolgte die vorſichtige Mittheilung durch Herrn Trundle ſelbſt, damit ihr die⸗ ſelbe ja nicht zu viel werden möchte. Aber es war nicht zu viel für ſie, denn ſie ſchrieb auf der Stelle nach Muggleton wegen einer neuen Haube und eines ſeidenen Kleides, und erklärte beſtimmt, an der Hochzeitsfeier Theil nehmen zu wollen. Herr Trundle ließ hierauf den Hausarzt rufen, und dieſer ſagte, Miſtreß Trundle müſſe am beſten wiſſen, ob ſie ſich ſtark genug fühle, worauf Miſtreß Trundle erwiederte, ſie fühle ſich allerdings ſtark genug, und ihr Entſchluß ſei gefaßt, worauf wiederum der Arzt, der ein kluger und erfahrener Arzt war, und nicht allein wußte, was für ihn ſelbſt, ſondern auch, was für ſeine Patienten gut war, ſeine Meinung dahin abgab, daß es Miſtreß Trundle vielleicht mehr ſchaden möchte,

wenn ſie zu Hauſe bliebe, und ſich ärgerte oder härmte,

als wenn ſie mitreiſ'te, und daß ſie daher vielleicht am beſten thäte, wenn ſie ihren Entſchluß ausführte. Und ſie reiſ'te mit, und der Arzt ſchickte ihr aus großer Auf⸗