Die Pickwicker.
oder leichtfertig dieſes Beginnen auch Vielen erſchienen ſein mag. Faſt mein ganzes früheres Leben war einför⸗ mig, den Geſchäften und dem Streben gewidmet, ein ſelbſtſtändiges Vermögen zu erwerben. Ich lernte neuer⸗ dings Verhältniſſe und Zuſtände kennen, von denen ich noch keine Ahnung hatte— ich hoffe, nicht ohne Nutzen für die Erweiterung meines Geſichtskreiſes und die Be⸗ reicherung meiner Einſichten und Erfahrungen. Wenn ich nur wenig Gutes thun konnte, ſo bin ich mir doch bewußt, noch weniger Böſes gethan zu haben, und meine
Abenteuer werden mir eine Quelle angenehmer und unter⸗
haltender Erinnerungen für meine noch übrigen Lebens⸗ jahre ſein. Gott ſegne Euch Alle!«
Mit dieſen Worten füllte und leerte Herrn Pickwick mit bebender Hand ſein Glas, und es traten Freuden⸗ thränen in ſeine Augen, als Alle wie auf gemeinſchaft⸗ liche Verabredung ſich erhoben und ihm von ganzem Her⸗ zen Beſcheid thaten.
Die Vermählung des Herrn Snodgraß mit Emilie erforderte nur wenige Vorbereitungen. Da ſeine Aeltern längſt geſtorben waren, und er während ſeiner Minder⸗ jährigkeit unter Herrn Pickwicks Vormundſchaft geſtan⸗ den hatte, ſo kannte dieſer auf das Genaueſte ſeine Ver⸗ mögens⸗ und ſonſtigen Verhältniſſe. Die Auskunft, die er darüber gab, war vollkommen befriedigend für Wardle— wie es denn in der That faſt jede andere dem guten alten Herrn, deſſen Herz von Wohlwollen und Heiterkeit überfloß, nicht minder geweſen ſein würde— Emilie ward ein beträchtliches Nadelgeld ausgeſetzt, und der vierte Tag zum Hochzeitstage beſtimmt— eine Eilfertigkeit, welche drei Putzmacherinnen und einen Schneider hart an den Rand des Wahnſinns brachten.
Wardle nahm am folgenden Tage Poſtpferde, und


