Die Pickwicker. 185
inne und ein leiſes Gemurmel ward in der Geſellſchaft hörbar.
„»Der Ort, wo ich das Haus miethete,« fuhr er fort, iſt Dulwich. Das Gebäude hat einen großen Garten, und liegt in einer der ſchönſten Gegenden um London. Es iſt ſehr komfortable, vielleicht auch mit einiger Ele⸗ ganz eingerichtet— doch darüber ſollen Sie ſelbſt urtheilen. Sam bleibt bei mir. Ich habe auf Perkers Vorſtellung eine Haushälterin in Dienſt genommen— eine ſehr alte — und werde noch ſo viele Domeſtiken in Dienſt neh⸗ men, als ſie für nöthig halten mag. Ich erlaube mir, Ihnen vorzuſchlagen, meine neue Wohnung und Ruhe⸗ ſtätte durch eine beſondere Feierlichkeit einzuweihen. Ich wünſche nämlich, wenn Freund Wardle nichts darwider hat, daß ſeine Tochter in meinem Hauſe ihre Hochzeit feiern möge. Junge Leute froh und glücklich zu ſehen, war ſtets die größte Freude meines Lebens. Es wird mir das Herz erwärmen, unter meinem eigenen Dache Zeuge des Glücks meiner theuerſten Freunde zu ſein.«
Herr Pickwick hielt wieder inne, und Emilie und Arabelle ſchluchzten laut.
»Ich habe perſönliche und ſchriftliche Verhandlungen mit dem Klubb gepflogen,« fuhr Herr Pickwick fort,»und ihn von meinen Planen und Abſichten in Kenntniß geſetzt. Er hat während unſerer langen Abweſenheit bedeutend durch innere Zerwürfniſſe gelitten, und dieſer Umſtand veranlaßte mich, meinen Namen aus ſeinen Liſten ſtrei⸗ chen zu laſſen, was denn im Verein mit noch andern Urſachen ſeine Auflöſung herbeigeführt hat. Der Pickwick⸗ klubb beſteht nicht mehr.«
»Ich werde es nie bereuen,« ſagte Herr Pickwick mit leiſerer Stimme,»mich faſt zwei Jahre lang unter Menſchen aller Art umhergetrieben zu haben, ſo thöricht


