Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker.

ſich ſeit ſo langer Zeit aus der Geſellſchaft ſeiner Freunde und Verehrer entfernt halte.

In dieſer Abſicht ließ daher Herr Wardle an den ganzen Freundeskreis eine Einladung zum Mittagseſſen in Osbornes Hotel ergehen, und eröffnete das Geſchäft, als die Flaſchen zum zweiten Male die Runde gemacht hatten.

»Wir ſind alle begierig, zu erfahren,« ſagte der alte Herr,»was wir Ihnen zu Leide gethan haben, daß Sie ſich uns ſo gänzlich entfremden, und Tag für Tag einſam umherwandern.« 3

»Es iſt ein merkwürdiger Zufall,« erwiederte Herr Pickwick,»daß ich gerade heute beabſichtigte, mich von freien Stücken zu erklären. Geben Sie mir noch ein Glas Wein, und ich will Ihre Neugierde befriedigen.«

Die Flaſchen gingen mit beſonderer Schnelligkeit von Hand zu Hand, Herr Pickwick ſchaute mit einem heitern Lächeln rings umher, und begann:

»Alle die Veränderungen, die unter uns eingetreten ſind, ich meine die Vermählung, die bereits ſtattfand, und jene, die noch ſtattfinden wird, mit den Folgen, welche ſie herbeiführen werden, nöthigten mich, meine künftige Lebensweiſe in Ueberlegung zu ziehen, und einen beſtimmten Plan zu faſſen. Ich beſchloß, mich an einen ruhigen, mir zuſagenden Ort in der Nähe Londons nie⸗ derzulaſſen; ich fand ein meinen Wünſchen entſprechen⸗ des Haus, und habe es gekauft und eingerichtet. Ich gedenke, bald dort meinen Einzug zu halten, und hoffe, noch manch ſchönes Jahr in ſtiller Zurückgezogenheit zu leben, und durch den Umgang mit meinen Freunden zu verſü⸗ ßen, deren liebevolle Erinnerung mir dann auch nach mei⸗ nem Tode verbleiben wird.« Hier hielt Herr Pickwick