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Die Pickwicker. 13
kungen über Trepaniren und»Augen aus dem Kopf ſchla⸗ gen,« damit verband. 1
»Sir,« ſagte Herr Pickwick,»ich muß Sie bitten, daß Sie, bevor Sie über den fraglichen Gentleman ſich auf dieſe Weiſe ausſprechen, ſeine wirkliche oder vermeint⸗ liche Schuld ruhig erwägen, und vor allen Dingen berück⸗ ſichtigen wollen, daß er mein Freund iſt.⸗
„»Wie?« rief Bob erſtaunt aus.
„»Wie heißt er?« fragte Ben.
»Nathaniel Winkle,« ſagte Herr Pickwick mit Nach⸗ druck. 1
Ben Allen warf ſeine Brille zur Erde, zertrat ſie, hob ſodann die Stücke auf, und ſteckte ſie in drei ver⸗ ſchiedene Taſchen, kreuzte die Arme, biß ſich auf die Lip⸗ pen, und blickte drohend in das milde, menſchenfreund⸗ liche Antlitz des Herrn Pickwick.
„Denn haben Sie alſo zu dieſer heimlichen Verbin⸗ dung aufgemuntert und ſie veranſtaltet, Sir?« fragte er endlich. b
»Und vermuthlich iſt es der Bediente des Herrn ge⸗ weſen,« fiel die alte Dame ein,„der mein Haus um⸗ ſchlich, und meine Dienerſchaft zu einer Treuloſigkeit gegen ihre Herrſchaft zu verleiten ſuchte,— Martin le
»Nun?« ſagte der mürriſche Kutſcher vortretend.
»Iſt das der junge Menſch, von dem Du mir heute Morgen ſagteſt, du hätteſt ihn in der Gaſſe geſehen?2⸗
Martin, der, wie ſchon mehrere Male geſagt, ein Mann von wenig Worten war, nickte mit dem Kopfe, und ſagte in barſchem Ton:»Ja, das iſt er.« Herr Weller, der nicht im Mindeſten hochmüthig war, nickte zum Zeichen freundſchaftlicher Wiedererkennung Martin lächelnd zu, und bemerkte in höflichen Ausdrücken, daß es allerdings ein alter Bekannter von ihm ſei. 85


