14 Die Pickwicker.
„»Und ich haͤtte den treuen Menſchen faſt erwürgt,⸗
rief Ben aus.»Herr Pickwick, wie konnten Sie es
Ihrem Schlingel von Bedienten geſtatten, bei der Ent⸗
führung meiner Schweſter behülflich zu ſein? Ich fordere eine Erklärung von Ihnen, Sir.«
„»Ja, ja, eine Erkläͤrung, Sirz« rief Bob Sander in noch wilderem Tone.
„Es iſt eine Verſchwörung,« ſagte Ben.
»Ein abſichtlich angelegter Plan,« fügte Ben hinzu.
»Ein ſchändlicher Betrug,« bemerkte die alte Dame.
»Eine infame Gaukelei,« brummte Martin.
»Ich bitte, hören Sie mich an,« ſagte Herr Pick⸗ wick, als Ben Allen auf den Aderlaßſtuhl niederſank und mit dem Taſchentuch nach den Augen fuhr.»Ich bin bei der Sache durchaus nicht behülflich geweſen, außer daß ich bei einer Zuſammenkunft der jungen Leute, die ich nicht verhindern konnte, gegenwärtig war, um dadurch jeden Schein der Unſchicklichkeit von denſelben zu entfernen. Dies iſt der ganze Antheil, den ich an der Angelegenheit hatte, und übrigens ahnete ich nicht ein⸗ mal, daß eine heimliche Vermählung beabſichtigt werde, obgleich ich,« fügte er raſch hinzu,»obgleich ich nicht ſagen will, daß ich ſie verhindert habei würde, wenn ich davon gewußt hätte.«
»Sie hören es, haben Sie es alle gehört?« ſagte Benjamin Allen.
»Sie haben es ſicher Alle gehört,« fuhr Herr Pick⸗ wick, ruhig umherblickend, fort, und fügte, indem ſein Antlitz ſich röthete, hinzu—»und Sie hören hoffentlich auch dieſes, daß Sie keineswegs berechtigt waren, Sir, den Neigungen Ihrer Schweſter Gewalt anthun zu wol⸗ len, und daß es vielmehr Ihre Pflicht geweſen wäre, ihr die frühyerlornen Aeltern durch zaͤrtliche Liebe und Für⸗
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