Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Pickwicker. 1 3

Ben, welcher unglücklicherweiſe der iſt, daß es ihr an Geſchmack mangelt. Sie will nichts von mir wiſſen.

»Meine Meinung iſt, ſie weiß ſelbſt nicht, was ſie will,« ſagte Ben verächtlich.

Mag ſein,« verſetzte Bob, vaber meine Meinung iſt, ſie weiß, was ſie nicht will, nämlich ſie will mich nicht, und darauf kommt hier noch viel mehr an.

»Ich wollte nur,« ſagte Ben, indem er mit den Zähnen knirſchte, und mehr gleich einem wilden indiani⸗ ſchen Krieger ſprach, der rohes Wolfsfleiſch genießt, als wie ein friedlicher junger Gentleman, der gehacktes Kalb⸗ fleiſch mit Meſſer und Gabel ſpeißt;»ich wollte nur, daß ich wüßte, ob wirklich irgend ein Halunke mit ihr liebelt und ſich um ſie bewirbt. Ich würde ihn er⸗ dolchen, Bob.«

»Und ich ihm eine Kugel in den Leib jagen,⸗ fiel Bob ein, blutgierig über den Rand des Bierkruges, den er eben an den Mund geſetzt hatte, hinüberſchauend, und hätte er damit noch nicht genug, ſo zöge ich die Kugel wieder heraus, und gäbe ihm damit vollends den Reſt.«

Herr Benjamin Allen blickte feinen Freund einige Minuten zerſtreut und ſchweigend an, und ſagte darauf⸗

»Haſt Du ihr nie einen beſtimmten Antrag Lemacht, Bob 2

Nein, denn ich ſah ſehr wohl ein, daß es vergeblich ſein würde.«

»Nun! Du ſollſt es thun, ehe Du vierundzwanzig Stunden älter biſt,« fuhr Ben mit der Ruhe der Ver⸗ zweiflung fort.»Sie ſoll Dich nehmen, oder ich werde ein Wörtchen mit ihr ſprechen ich will meine brüder⸗

düche Autorität ausüben.« 6

»Nun, wir werden ſehen,« murmelte Bob Sawyer. 1*