2 Die Pickwicker.
mich zu allen Stunden in der Nacht aus dem Bett; nehmen ſo viel Arznei, daß ich es kaum für möglich halten kann, obgleich ich kein Homöopath bin, laſſen ſich mit einer Beharrlichkeit, die einer beſſern Sache würdig wäre, Zugpflaſter legen und Blutigel anſetzen, und ver⸗ mehren ihre Familien auf eine wirklich Beſorgniß erre⸗ gende Weiſe. An einem einzigen Tage wurden ſechs von dieſen letztgenannten Wechſeln fällig, Ben, und alle auf mich gezogen. Du verſtehſt mich, Ben?«
„Ja wohl— es iſt äußerſt erfreulich,« ſagte Ben, indem er abermals ſeinen Teller mit gehacktem Kalbfleiſch füllen ließ.
»Ganz über die Maaßen,« fuhr Bob fort,»nur nicht ſo ſehr, als es das Vertrauen von Patienten ſein würde, die einige Schillinge übrig hätten. Mein Ge⸗ ſchäft wurde in der Ankündigung ſehr gut geſchildert, Ben, nur etwas war vergeſſen. Es iſt allerdings eine ausgedehnte Praris— aber ſie bringt nichts ein.«
„»Bob,« ſagte Ben, Meſſer und Gabel aus der Hand legend, und den Freund ſcharf anſeßend, vich will Dir was ſagen, Bob.« 2
„»Nun?« fragte Bob.
„»Du mußt Dich ſobald als möglich in den Beſitz von Arabella's tauſend Pfund ſetzen.«
»Ah, Du meinſt die dreiprocentigen in der Bank, 3 ſagte Bob.
„Ja wohl,« erwiederte Ben.„Sie erhält ſie ja, wenn ſie mündig wird, oder ſich verheirathet. Mündig wird ſie in einem Jahre, und betreibſt Du die Sache ernſtlich, in vier Wochen Deine Frau.«
»Sie iſt ein allerliebſtes Mädchen,« entgegnete Bob, vund hat meines Wiſſens nur einen einzigen Fehler,
—


