208 Die Pickwicker.
Ja wohl,« fiel Perker ein.»Heraus mit der Sprache— rechtfertigen Sie Ihre Faulheit, Sir. Sie ſehen, daß Pickwick ſich nur darüber wundert, weßhalb Sie nicht ſchon längſt ein Ende vom Liede gemacht haben.«
Winkle ſah ſeine erröthende junge Gattin an, und ſagte:
»Ich konnte Bella lange nicht zu dem Schritt ver⸗ mögen, und als es mir endlich gelang, bot ſich nicht gleich eine Gelegenheit dar.— Wir bedurften Mary's Beiſtand, und ſie konnte nur nach monatlicher Kündigung ihre Herrſchaft verlaſſen.«
»Auf mein Wort,« rief Herr Pickwick aus, der in⸗ zwiſchen ſeine Brille wieder aufgeſetzt hatte, deſſen Blicke von Arabella zu Winkle, und von Winkle zu Arabella ſchweiften, und in deſſen Zügen ſich eine ſo lebhafte Freude ausſprach, als freundliche Theilnahme und Liebe dem menſchlichen Antlitz nur verleihen mögen;»auf mein Wort, Ihr ſcheint ein ſehr ſyſtematiſches Verfahren beob⸗ achtet zu haben. Weiß denn Ihr Bruder ſchon Alles, mein gutes Kind?«
»Ach nein,« erwiederte Arabella erröthend.»Beſter Herr Pickwick, er muß es durch Sie erfahren— nur aus ihrem Munde. Er iſt ſo leidenſchaftlich, ſo voll von Vorurtheilen, und— er hegte ſo lebhafte Wünſche in Betreff ſeines Freundes, des Herrn Sawyer—« fügte ſie erröthend hinzu,»daß ich die ſchrecklichſte Angſt vor den Folgen habe.«
„»Ja ja,« ſiel Perker ein,»Sie müſſen hier vermit⸗ telnd eintreten, mein theurer Sir. Die beiden jungen Leute werden durch Sie am leichteſten zu beſchwichtigen ſein.— Sie muſen Unheil verhüten, mein beſter Herr.— Heißes Blut— heißes Blut,« und der kleine
———


