Teil eines Werkes 
5. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 207

Leute mit gewöhnlich organiſirten Naſen ihr Lebenlang nieſen zu laſſen.

»Wie iſt denn aber dies Alles zugegangen, mein liebes kleines Weibchen?« fragte Herr Pickwick.»Setzen Sie ſich, und laſſen Sie mich hören. Wie hübſch ſie ausſieht nicht wahr, Perker?« fügte er hinzu, und ſchaute ihr dabei mit ſo viel Stolz und Entzücken in das Antlitz, als wäre ſie ſeine eigene Tochter geweſen.

Wäre ich nicht ſelbſt verheirathet,« ſagte Perker, wahrhaftig, Sie Tauſendſaſſa, ich würde Sie beneiden,« und bei dieſen Worten klopfte er Herrn Winkle auf die Schulter, und Beide fingen laut an zu lachen, doch nicht ſo laut, als Herr Samuel Weller, der ſeinen Gefühlen ſo eben dadurch Luft gemacht hatte, daß er das hübſche Hausmädchen verſtohlen hinter der ſpaniſchen Wand geküßt.

»Ich kann Ihnen nie dankbar genug ſein, Sam,⸗ ſagte Arabella mit dem ſüßeſten Lächeln von der Welt. Ich werde nie Ihre Bemühungen in dem Garten zu Cliſton vergeſſen.«

Sagen Sie nichts mehr davon, Madame,« erwie⸗ derte Sam.»Ich kam nur der Natur zu Hülfe, wie der Doktor zur Mutter des Knaben ſagte, da er ihm bis zum Verbluten zur Ader gelaſſen hatte.«

»Meine gute Mary, ſetzen Sie ſich,« unterbrach Herr Pickwick, das Hausmädchen anredend, dieſe Kom⸗ plimente.»Und nun wie lange ſind Sie ſchon ver⸗ heirathet, meine theure Arabella he?«

Arabella blickte verſchämt ihren Gatten an, und Herr Winkle erwiederte:»Erſt ſeit drei Tagen.«

»Erſt ſeit drei Tagen!« rief Herr Pickwick aus. »Was habt Ihr denn während dieſer ganzen drei Monate angefangen?« 1