Die Pickwicker. 203
dieſe Erklärung abgeben— in der That ein werthvolles Dokument;« rief Herr Pickwick entrüſtet aus.
„Es iſt mit nichten ein Wenn vorhanden,“ ſagte Perker triumphirend.»Hier iſt ſchon das Schreiben. Es wurde mir heute Morgen um neun Uhr in meinem Geſchäftszimmer durch eine mir unbekannte Frau zuge⸗ ſtellt, ohne daß ich— auf mein Ehrenwort— mit der Bardell die mindeſte vorhergegangene Unterhandlung ein⸗ geleitet hatte.«
Der kleine Mann ſuchte das Schreiben unter den Papieren hervor, überreichte es Herrn Pickwick, und ſchnupfte unausgeſetzt zwei Minuten hinter einander.
»Iſt das Alles, was Sie mir zu ſagen haben?« fragte Herr Pickwick ziemlich beſänftigt.
»Noch nicht,« entgegnete Perker.»Ich kann in dieſem Augenblick noch nicht beurtheilen, ob die wört⸗ liche Abfaſſung des Cognovit und die Beweiſe, die wir ſonſt aufſtellen könnten, eine Anklage gegen Dodſon und Fogg auf Betrug und Schwindelei hinlänglich be⸗ gründen. Ich fürchte, daß es nicht der Fall iſt, mein theurer Sir; Dodſon und Fogg ſind zu geriebene Ge⸗ ſchäftsleute. Doch kann ich ſo viel ſagen, daß ſämmt⸗ liche Umſtände zuſammengenommen jedenfalls genügend
ſein werden, Sie in den Augen aller verſtändigen Leute
vollkommen zu rechtfertigen. Und jetzt ſtelle ich es Ihrem eigenen Ermeſſen anheim. Dieſe hundert und funfzig Pfund oder wie viel die Koſten betragen mögen— nehmen wir eine runde Summe an— ſind ja gar nichts für Sie. Eine Jury hat gegen Sie entſchieden; ihr Ausſpruch war ungerecht, aber die Geſchwornen hielten ihn nun einmal für gerecht. Es bietet ſich Ihnen jetzt eine Gelegenheit dar, durch Eingehung auf ſehr annehmbare Bedingungen
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