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200 Die Pickwicker.
Herr Samuel Weller ſah den kleinen Mann, dar⸗ auf Herrn Pickwick an, blickte zur Decke empor, und dann wieder nach Perker hin, ſchmunzelte, brach plötzlich in ein ausgelaſſenes Gelächter aus, griff nach ſeinem Hut, und ſprang ohne fernere Erörterungen aus dem Zimmer.
»Was ſoll das bedeuten?« fragte Herr Pickwick, Perker erſtaunt anſehend.»Was iſt denn Sam ſo plötz⸗ lich in den Kopf gefahren?«
»O nichts, ganz und gar nichts,« erwiederte Perker. »Bitte, mein theurer Sir, ſetzen Sie ſich mit mir an den Tiſch. Ich habe Ihnen Vieles mitzutheilen.«
»Was ſind das für Papiere?« fragte Herr Pick⸗ wick, als Perker ein kleines, mit einer rothen Schnur zuſammengebundenes Packet vor ſich hinlegte.
»Die Prozeßakten Bardell contra Pickwick,« erwie⸗ derte Perker, der ſich bemühte, den Knoten mit den Zäh⸗ nen zu löſen.
»Herr Pickwick ſtieß einen Stuhl gegen den Boden, und ſah ſeinen Rechtsfreund zornig, ſofern er überhaupt zornig ausſehen konnte, an.
»Sie hören nicht gerne von der Sache ſprechen?« ſagte der kleine Mann, fortwährend mit dem Knoten beſchäftigt.
»Nein, wirklich nicht,« entgegnete Herr Pickwick.
»Thut mir leid,« fuhr Perker fort,»da es der Ge⸗ genſtand unſerer Unterredung ſein wird.«
„»Perker, Sie wiſſen, daß ich nicht gern davon ſpre⸗ chen höre.⸗
»Thorheit, Thorheit, mein Theuerſter!« ſagte Per⸗ ker, dem es endlich gelungen war, den Knoten zu löſen; »wir müſſen davon ſprechen. Ich kam ausdrücklich des⸗ halb zu Ihnen. Sind Sie anzuhören bereit, was ich mitzutheilen habe, mein beſter Herr? Uebrigens hat es


