Die Pickwicker. 197
„Ja,« erwiederte Lowton, nachdem er ein paar Au⸗ genblicke überlegt hatte,»ja, wenn's der Fall von Jemand anders wäre, ſo würde Perker ungehalten genug ſein, noch ſo ſpät in ſeinem Hauſe beläſtigt zu werden; doch da es Herrn Pickwick betrifft, will ich riskiren, ein Ka⸗ briolet zu nehmen, und das Fuhrlohn bei den Koſten zu liquidiren.⸗
Nachdem Herr Lowton ſich dahin entſchieden hatte, nahm er ſeinen Hut, bat die Geſellſchaft, während ſeiner kurzen Abweſenheit einen andern Präſidenten für ihn zu erwählen, ſuchte dann ein Kabriolet auf, und ließ ſich nach dem Montagueplatz fahren.
Herr Perker hatte an jenem Tage eine große Ge⸗ ſellſchaft zum Eſſen eingeladen, wie daraus hervorging, daß man die ganze Reihe der Fenſter erleuchtet ſah, den lauten Ton eines Fortepiano's und eine ſchwache es be⸗ gleitende Stimme hörte, und daß aus dem Untergeſchoß ein ſehr einladender Duft emporſtieg. Es waren nämlich ein paar ſehr gute Kunden des Herrn Perker vom Lande zu gleicher Zeit nach der Stadt gekommen, und er hatte daher eine angemeſſene kleine Geſellſchaft zu ihrer Unter⸗ haltung eingeladen, beſtehend aus Herrn Snicks, dem Sekretär der Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaft, Herrn Per⸗ ſon, dem ausgezeichneten Advokaten, drei Anwälden, einem Inſolvenzkommiſſär; ferner einem etwas anmaßenden jungen Herrn, ſeinem Mündel, der ein ſcharfſinniges Buch über das Erbrecht mit einer Menge gelehrter Citate und Noten d niehen hatte, und mehreren anderen angeſehe⸗ nen und ausgezeichneten Perſonen. Aus dieſer Geſell⸗ ſchaft entfernte ſich der kleine Perker, als ihm flüſternd ſein Schreiber gemeldet wurde, und begab ſich in das Vorzimmer, wo er ihn und Hiob Trotter fand.


