Teil eines Werkes 
4. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. »Was für eine Proklamation?« erwiederte der Prinz,

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denn er war bisher nur auf wenig beſuchten Nebenwegen

gewandert, und hatte nichts von dem erfahren, was im Reiche vorging.

»Nun,« fuhr der Landmann fort,»die fremde Dame, die unſer Prinz zu heirathen wünſchte, hat ſich mit einem reichen Manne in ihrem eigenen Lande vermählt, und dieſes ließ der König verkünden, und große Feſtlich⸗ keiten anordnen, denn jetzt wird Prinz Bladud natürlich zurückkehren, und die Prinzeſſin heirathen, die ihm ſein Vater auserwählte, und die, wie man ſagt, ſo ſchön wie die Mittagsſonne iſt. Ihre Geſundheit, Sir. Gott erhalte den König!

»Der Prinz hatte genug gehört; er enteilte in den nahen Wald, und drang in deſſen Wildniß ein. So wanderte er Tag und Nacht fort in der brennenden Sonnenhitze und durch die feuchten Nebel der Nacht, und war ſo verwirrt und zerſtreut, daß er auf den Weg gar nicht achtete, und ſtatt nach Athen zu gelangen, nach Bath kam, jedoch war damals, wo jetzt Bath ſteht, noch keine Stadt, ja nicht einmal eine Spur einer menſch⸗ lichen Wohnung, die den Namen hätte führen können; die Gegend aber war entzückend, wie ſie es noch jetzt iſt; dieſelbe ſchöne Abwechſelung von Hügeln und Thä⸗ lern; dieſelben entfernten Berge, welche, wie die Sorgen des Lebens, theilweiſe durch die Nebel des Morgens ver⸗ borgen, ihren rauhen und wilden Anblick verlieren, und mild und zugänglich erſcheinen. Von den Reizen dieſer Gegend ergriffen, ſank der Prinz auf den grünen Raſen nieder, und badete ſeine geſchwollenen Füße mit ſeinen Thränen.

»O,« rief der unglückliche Bladud aus, ſchlug ver⸗

zweifelnd die Hände zuſammen, und blickte zum Himmel