192 Die Pickwicker. Herr Pickwick, als ſeine Freunde ſich ſchon zu Bett gelegt, noch mit ſeinem Tagebuch beſchäftigt. Er hörte plötzlich leiſe an ſeine Thür klopfen.
»Entſchuldigen Sie, Sir,« ſagte die eintretende Wirthin, Miſtreß Craddak,»bedürfen Sie noch etwas, Sir 2«
„Danke recht ſehr, Madame,« entgegnete Herr Pickwick.
»Mein Hausmädchen iſt zu Bett gegangen, Sir,⸗ fuhr Miſtreß Craddak fort,»und Herr Dowler will die Güte haben, auf Miſtreß Dowler zu warten, da die Geſellſchaft ſich wahrſcheinlich erſt ſpät trennen wird. Wenn Sie daher nichts mehr bedürfen, Herr Pickwick, ſo möchte ich auch zu Bette gehen.«
„Laſſen Sie ſich durch mich ja nicht abhalten,⸗ entgegnete Herr Pickwick.
„Ich wünſche gute Nacht, Sir,« ſagte Miſtreß Craddak.
„Gute Nacht, Madame,“ verſetzte Herr Pickwick.
Miſtreß Craddak entfernte ſich, und Herr Pickwick fuhr fort, Notizen in ſein Tagebuch zu ſchreiben. Nach einer halben Stunde war er damit fertig; er wiſchte die Feder ſorgfältig ab, und öffnete die Schublade ſeines Schreibzeugs, um ſie hineinzulegen, als ihm ein Mann⸗ ſkript in die Augen fiel, deſſen Titel in deutlicher Hand⸗ ſchrift geſchrieben offen vor ihm lag. Da er hieraus entnahm, daß es kein Privat⸗Dokument ſei, es ſich auch auf Bath zu beziehen ſchien, und, überdem ſehr kurz war, ſo entfaltete er es, und indem er ſeinen Stuhl dicht an den Kamin zog, las er wie folgt:
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