Teil eines Werkes 
4. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Pickwicker. 191

für die leidende Menſchheit in Anſpruch. Das Waſſer wird aus einer großen marmornen Vaſe geſchöpft, und in gelblichen Gläſern umhergereicht, und es iſt ein ſehr erbaulicher und befriedigender Anblick, zu ſehen, mit wel⸗ cher Ausdauer und Würde ſie geleert werden. Es ſind Baäder in der Nähe, und eine Muſikbande wünſcht ſpäter den Badenden Glück, daß ſie ſich abgewaſchen haben. Es iſt noch ein anderer Brunnenſaal vorhanden, in welchem gebrechliche Herren und Damen vermittelſt einer erſtaunlichen Menge und Mannigfaltigkeit von Sänften, Stühlen und Fuhrwerken gebracht werden, ſo daß, wer ſo kühn iſt, mit der gewöhnlichen Anzahl von Zehen hineinzutreten, Gefahr läuft, ſie einzubüßen. In einen dritten Brunnenſaal gehen alle ruhigen Leute, denn es iſt dort weniger geräuſchvoll, als in den andern. Es fehlt nicht an Promenaden, wo man Spaziergänger mit und ohne Krücken, mit und ohne Stöcken ſieht.

Jeden Morgen trafen ſich die regelmäßigen Waſſer⸗ trinker, unter ihnen Herr Pickwick, in dem Brunnenſaal, tranken jedesmal ihr viertel Maaß, und gingen dann auf und ab. Auf der Nachmittagspromenade fanden ſich die ausgezeichnetſten Perſonen, Lord Muthenhed, der hochachtbare Herr Cruſhton, die verwittwete Lady Saufanuph, Frau Obriſtin Wugsby ꝛc. zuſammen. Darauf gingen oder fuhren ſie ſpazieren, oder ließen ſich in Seſſeln ſchieben, und trafen wieder zuſammen. So⸗ dann gingen die Herren in das Leſezimmer, und endlich zu Hauſe. War am Abend Theater, ſo trafen ſie ſich vielleicht dort, oder in der Aſſemblee, auf jeden Fall aber kamen ſie den nächſten Tag wieder zuſammen ein ſehr angenehmer Kreis von Beſchäftigungen, der vielleicht nur ein wenig zu einförmig war.

Nach einem auf dieſe Weiſe zugebrachten Tage war