Teil eines Werkes 
4. Th. (1839)
Entstehung
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4 3 Die Pickwicker. men den Pferden die Decken ab; der Kutſcher ſchreit ſein luſti⸗ ges,»Alles in Ordnung,« und der Wagen raſſelt von dannen.

Die Reiſenden ſind auf dem Steinpflaſter in den

Straßen gehörig durchgeſchüttelt worden, und erreichen endlich das offene Feld. Die Räder gleiten über den hartgefrornen Boden, und die Pferde, durch einige wohl angebrachte Peitſchenhiebe in einen ſcharfen Trapp geſetzt, eilen auf der Landſtraße dahin, als ob die Laſt hinter ihnen, die Kutſche, die Paſſagiere, der Kabliau, die Au⸗ ſterfäßchen und alles andere nur eine leichte Feder für ſie wäre. Sie haben eine kleine Anhöhe erſtiegen und gelan⸗ gen jetzt auf eine Ebene, die zwei Meilen lang und ſo feſt und trocken iſt, wie ein Marmorblock. Noch ein Peitſchenhieb, und ſie eilen im Galop mit den Köpfen nickend und ihr Geſchirr ſchüttelnd, als freuten ſie ſich ſelbſt uber die Schnelligkeit der Bewegung, während der Kutſcher, die Peitſche und den Zügel in der einen Hand haltend, ſeinen Hut mit der andern abnimmt, ihn auf die Kniee ſetzt, ſein Taſchentuch hervorzieht, und ſich die Stirn abwiſcht, theils weil dieſes ſeine Gewohnheit iſt, und theils um den Paſſagieren zu zeigen, wie leicht es wird, mit Vieren zu fahren, wenn man darin ein ſo alter Praktiker iſt wie er. Nachdem er ſich hierzu alle Muße genommen(denn ſonſt würde vieles von dem be⸗ abſichtigten Effekt verloren gehen), ſteckt er ſein Taſchen⸗ tuch wieder ein; ſetzt den Hut auf; zieht ſeine Handſchuhe an; drückt die Elbogen an den Leib; knallt darauf tüch⸗ tig mit der Peitſche, und die muntern Thiere laufen noch ſchneller als zuvor.

Einige hier und da an beiden Seiten der Landſtraße ſtehende Häuſer deuten die Nähe einer Stadt oder eines Dorfes an. Die hellen Töne des Klappenhorns des

Conducteurs ſchallten durch die heitere kalte Luft, und