Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 197

lachten um die Wette doch Alles ohne Erfolg. Von Herrn Pickwick war keine Spur zu entdecken, und als ſie einige Stunden vergebens geſucht hatten, mußten ſie ſich widerſtrebend entſchließen, ohne ihn nach Hauſe zurückzukehren.

Unterdeß war Herr Pickwick, fortwährend ſchlum⸗ mernd, nach dem Pfeandſtall geſchoben, und glücklich in demſelben deponirt worden, und zwar nicht nur zum ent⸗ zückendſten Jubel der ganzen Dorfjugend, ſondern auch der halben Einwohnerſchaft überhaupt, die ſich verſam⸗ melt hatte, um ſein Erwachen abzuwarten. Schon das Hineinſchieben Herrn Pickwicks rief bei den Dorfbewoh⸗ nern die ausgelaſſenſte Freude hervor, aber wie wurde ihre Luſt noch hundertfach erhöht, als er, nachdem er einige Mal»Sam! Sam!« gemurmelt und dann geru⸗ fen, ſich in ſeinem Schubkarren emporrichtete, und mit unbeſchreiblichem Erſtaunen um ſich blickte, als er ſich von ſo vielen fremden Geſichtern umgeben ſah.

Auf ſein Erwachen folgte ganz natürlich ein allge⸗ meines Geſchrei, und ſeine unwillkührliche Frage:»Was geht hier vor?« gab das Signal zu einem zweiten, wo möglich noch betäubendern Geſchrei.

»Hollah! welch ein Spaß eine luſtige Jagd!« ſchrie die ausgelaſſene Menge.

»Wo bin ich?« rief Herr Pickwick aus.

»Im Pfandſtall,« erhielt er zur Antwort.

»Wie kam ich hierher? Was habe ich begangen? Wer ließ mich herbringen?«

»Boldwig, Kapitain Boldwig,« war die einzige Ant⸗ wort.

3»Laßt mich hinaus,« rief Herr Pickwick.»Wo iſt mein Bedienter? Wo ſind meine Freunde?« 7.»Ihr habt keine Freunde! Hurrah!«