192 Die Pickwicker. 2 aufgeſtopftes Rebhuhn auf einer Stange, und ſchieße danach, und zwar ſo, daß ich in kurzer Entfernung an⸗ fange und ſie darauf allmählig vergrößere. Wie man mir geſagt hat, ſoll das eine vortreffliche Uebung ſein.«⸗
»Ich kenn'nen Herrn, Sir,« ſagte Sam Weller, „»der das that, und zwar auf vier Fuß anfing; er pro⸗ birt's aber ſein Lebstag nicht wieder; denn er knallte den Vogel auf den erſten Schuß'runter, und kein Menſch hat keine Feder mehr davon zu ſehen bekommen.⸗
»Sam!« rief Herr Pickwick.
»Sir!« erwiederte Sam.
»Sei'n Sie ſo gut, Ihre Geſchichtchen für ſich zu behalten, bis man ſie von Ihnen zu hören verlangt.«
»Sehr wohl, Sir.«
Sam Wellers außerſt komiſches Blinzeln aus den Angenwinkeln, ward durch den Bierkrug, den er dabei
an den Mund ſetzte, ſo wenig verborgen, daß die beiden jungen Burſchen ein ſchallendes Geluchter anſtimmten, und der lange Wildwärter ſelbſt ſich eines Lächelns nicht erwehren konnte.
»In der That ein ausgezeichnetes Getränk,« ſagte Herr Pickwick, indem er auf den ſteinernen Krug bedeu⸗ tungsvolle Blicke warf.»Der heutige Tag iſt ſehr heiß und — Tupman— mein theurer Freund, ein Glas Punſch?«
»Mit dem größten Vergnügen,« erwiederte Herr Tupmanz und nach dem Verſchwinden des Inhalts ſeines Glaſes trank Herr Pickwick noch eins, doch nur um nachzuſehen, ob Zitronenſchalen in dem Punſch ſeien, weil er gegen dieſelben von jeher eine Antipathie hegte; als er jedoch fand, daß derſelbe rein war, leerte er noch ein Glas und zwar auf das Wohl ihres abweſenden Freun⸗ des; worauf er von den Anweſenden dringend aufgefordert


