Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 9

vielleicht viel äͤlter als das hieſige alte Armenhaus. Wir müſſen den Stein aufbewahren.«

Er klopfte an die Thür der Hütte. Der Eigenthü⸗ mer trat heraus.

»Wißt Ihr, wie dieſer Stein herkam, mein Freund? fragte der wohlwollende Pickwick.

»Ne, ich kann's nicht, Sir,« entgegnete der Gefragte höflich.»Der Stein lag ſchon lange vor meiner Geburt dort.«

Herr Pickwick blickte triumphirend ſeinen Gefähr⸗ ten an.

»Ihr könnt gewiß den Stein entbehren,« ſagte Herr Pickwick, vor Erwartung bebend.»Würdet Ihr ihn wohl verkaufen?«

»O ja, aber wer wird ihn kaufen?« erwiederte der Mann mit einer Miene, die er wahrſcheinlich für ſchlau hielt.

»Ich gebe Euch gleich zehn Schilling dafur,« fuhr Herr Pickwick fort,»wenn Ihr mir ihn herausgraben wollt.«

Man kann ſich das Erſtaunen der Dorfbewohner leicht denken, als, nachdem der Stein auf einen Zug mit einem Spatenſtiche aus der Erde gehoben war, Herr Pickwick ihn mit großer körperlicher Anſtrengung eigen⸗ händig nach dem Wirthshauſe trug, und als er ihn ſorg⸗ fältig abgewaſchen hatte, auf den Tiſch legte.

Der Jubel und die Freude der Pickwicker waren gränzenlos, als ihre Geduld und Beharrlichkeit, ihr Wa⸗ ſchen und Reiben ihnen ſolchen Erfolg gebracht hatte. Der Stein war uneben und zerbrochen, die Buchſtaben ſtanden ſehr regellos, aber das folgende Bruchſtück einer Inſchrift war noch deutlich zu leſen: