Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker.

Zeit der Königin Eliſabeth, bot ſich ihren Blicken dar. Lange ſtattliche Alleen von Eichen und Ulmen zogen ſich nach allen Seiten hin; große Viehheerden weideten in dem friſchen Graſe, und dann und wann rannte ein auf⸗ geſchreckter Haſe mit der Schnelligkeit der leichten Wol⸗ ken davon, welche wie ein vorübergehender Sommerhauch über eine blühende Landſchaft ziehen.

»O!« rief Herr Pickwick aus,»o! kämen Alle, die von den Leiden unſeres Freundes gequält werden, hierher, die Liebe zu dieſer Welt würde gewiß neu in ihnen erwachen.«

»Das iſt auch meine Anſicht,« ſagte Herr Winkle.

»Und wirklich,« fügte Herr Pickwick hinzu, als ſie nach einer halben Stunde in dem Dorfe ankamen,»da⸗ für, daß ein Menſchenhaſſer ſich dieſen Wohnort ausge⸗ wählt hat, iſt es einer der freundlichſten und angenehm⸗ ſten, die ich je geſehen habe.«

Auch mit dieſer Anſicht erklärte ſich Herr Winkle und Herr Snodgraß einverſtanden, und nachdem ſie ſichdie Lederne Flaſche,« eine nett und reinlich aus⸗ ſehende Dorfſchenke, hatten zeigen laſſen, traten die drei

Wanderer ein und fragten ſogleich nach einem Herrn

Namens Tupman.

»Führe die Herren ins Gaſtzimmer, Tom,« ſagte die Wirthin.

Ein ſtämmiger Bauernburſche öffnete eine Thüre am Ende des Hausflurs, und die drei Freunde traten in ein langes niedriges Zimmer, das mit einer großen An⸗ zahl phantaſtiſch geſtalteter Stühle mit Lederkiſſen und hohen Rücklehnen verſehen und mit vielen alten Portraits und kunſtlos colorirten alterthümlichen Bildern ausge⸗ ſchmückt war. Am obern Ende ſtand ein gedeckter Tiſch mit gebratenem Geflügel, Schinken, Bier ꝛc. und an dem