4 Die Pickwicker.
Weiſe mit Anſtand noch länger bleiben können; jetzt aber iſt es unſere Pflicht, den Freund aufzuſuchen.«
Die Pickwicker begaben ſich ſogleich nach Manor⸗ Farm zurück, und theilten ihren Entſchluß mit, ſofort abzureiſen. Der alte Herr machte die dringendſten Ge⸗ genvorſtellungen, doch Herr Pickwick war von ſeinem Vorhaben nicht abzubringen. Er ſchützte unaufſchiebliche Geſchäfte vor, die ſeine Gegenwart an einem andern Ort erforderten.
Zufällig war der alte Geiſtliche anweſend, Er zog Herrn Pickwick bei Seite, und ſagte zu ihm:
„Sie wollen doch nicht wirklich fort?«
Herr Pickwick erklärte, daß es allerdings ſein feſter Entſchluß ſei, ſofort abzureiſen.
»Dann nehmen Sie dieſes Mannſkript,« fuhr der Geiſtliche fort,»ich hoffte, das Vergnügen zu haben, den Inhalt Ihnen ſelbſt vorleſen zu können. Ich fand es unter den hinterlaſſenen Papieren eines meiner Freunde — er war Arzt in der Irrenanſtalt unſerer Grafſchaft. Ich hatte die Wahl, ſeine Papiere zu vernichten oder zu behalten.— Ich glaube nicht, daß wirklich ein Wahn⸗ ſinniger den Aufſatz ſchrieb. Doch iſt die Hand eine andere als die meines Freundes. Nach meiner Anſicht haben die Irr⸗Reden eines Wahnwitzigen nur den Stoff zu der Erzählung gegeben. Doch leſen Sie, und urthei⸗ len Sie ſelbſt.«
Mit Dank nahm Herr Pickwick die Handſchrift an, und trennte ſich von dem guten alten Geiſtlichen unter vielen Freundſchafts⸗ und Achtungs⸗Bezeigungen.
Schwerer war jedoch der Abſchied der Pickwicker von den Bewohnern Manor⸗Farms, von welchen ſie ſo gütig und gaſtlich aufgenommen worden waren.
Herr Pickwick küßte die jungen Damen; wir würden


