Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker.

»Wie beſindet ſich Tupman?« fragte er, Winkle und Snodgraß mit innigſter Wärme die Hände drückend.

Herr Winkle, an den die Frage beſonders geſtellt war, gab keine Antwort. Er wendete das Geſicht ab und ſchien in eine ſchwermüthige Träumerei zu verſinken.

»Snodgraß,« fuhr Herr Pickwick dringend fort,»wie geht es mit unſerm Freunde, er wird doch nicht krank geworden ſein?«

»Nein,« erwiederte Herr Snodgraß, und eine Thräne zitterte an ſeinem empfindſamen Augenliede, wie ein Regentropfen an einem Fenſtectät nen..»Nein, er iſt nicht erkrankt.«

Herr Pickwick ſah jetzt bald den hlen⸗ bald den an⸗ dern ſeiner Freunde an. 2

»Winkle Shohoiaſ⸗« ſagte er,»was hat das zu bedeuten? Wo iſt unſer Freund? Was hat ſich ereignet? Reden Sie ich beſchwöre Sie ich bitte ich befehle Ihnen, zu reden.«

Eine hohe Würde ein feierlicher Ernſt lagen in

Herrn Pickwicks ganzem Weſen, ſo daß die Jünger nicht

länger zu ſchweigen vermochten. »Er iſt fort,« ſagte Herr Snodgraß. »Fort!« rief Herr Pickwick aus;»fort!« »Fort!« wiederholte Herr Snodgraß. »Und wohin?« fragte Herr Pickwick. »Wir haben nur Vermuthungen, die ſich auf dieſes Schreiben gründen,« ſagte Snodgraß, indem er dem Meiſter einen Brief überreichte.»Geſtern Morgen, als Herr Wardle ſchrieb, daß er mit Ihnen und ſeiner Schwe⸗ ſter am Abend zurückkehren würde, bemerkten wir, daß die düſtere Stimmung unſeres Freundes, die ihn den ganzen Tag zuvor bedrückt hatte, immer mehr zunahm. Bald darauf verſchwand er, ließ ſich nicht wieder blicken,