Die Pickwicker. 189
»Will nichts bedenken,« erwiederte Jingle,»ſie ſteht nicht mehr unter Vormundſchaft— will ſehen, wer es wagt, ſie fortzuſchleppen— wenn ſie nicht ſelbſt will.«
»Ich will mich nicht fortſchleppen laſſen,« murmelte die Tante.(Die Krämpfe kehrten heftig zurück.)
»Mein beſter Herr,« ſagte der kleine Mann leiſe, indem er Herrn Wardle und Herrn Pickwick bei Seite zog,»mein beſter Herr, wir befinden uns in einer ſehr mißlichen Lage.— Es iſt ein äußerſt bedenklicher Fall
— mir noch nie vorgekommen— aber wirklich, mein beſter Herr, wir haben nicht das Recht, die Handlungen dieſer Dame zu beſtimmen.— Ich ſagte es Ihnen
vorher, daß wir nichts zu hoffen haben, als durch einen gütlichen Vergleich.«
Nach einem kurzen Stillſchweigen fragte Herr Pick⸗ wick:»Welchen Vergleich würden Sie verſchlagen?«
»Mein beſter Herr, unſer Freund hier, iſt in einer ſehr unangenehmen Lage.— Wir werden uns entſchlie⸗ ßen müſſen, ein Opfer an Geld zu bringen.«
»Ich will lieber jedes Opfer bringen, als einen ſol⸗ chen Schimpf erdulden, und die Thörin für ihr ganzes Leben ſich unglücklich machen laſſen,« ſagte Wardle.
»Ich denke, es wird ſich ſchon alles ausgleichen laſ⸗ ſen,« ſagte der geſchäftige kleine Mann.»Herr Jingle, wollen Sie die Güte haben, auf einen Augenblick mit
mir in das nächſte Zimmer zu treten?«
Herr Jingle willigte ein, die vier Herren begaben ſich in ein anderes Zimmer, und nachdem der kleine Mann die Thür ſorgfältig verſchloſſen hatte, begann er.
»Kommen Sie, Sir, ſollte ſich dieſe Angelegenheit nicht auf dem Wege der Güte beilegen laſſen?— Kom⸗ men ſie hier an dieſes Fenſter, Sir, wo man uns nicht hört.— Bitte, ſetzen Sie ſich, Sir.— Nun, mein


