Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. »Ueber 21 rief Wardle verächtlich,»über 41 iſt ſie!« »Das bin ich nicht,« ſagte die Dame, indem Ent⸗

rüſtung ihren Entſchluß beſiegte, in Ohnmacht zu fallen.

»Das biſt Du allerdings,« erwiederte Wardle,»Du haſt bald Deine Funfzig auf dem Rücken.«

Jetzt ſchrie die Tante laut auf und fiel wirklich in Ohnmacht.

»Ein Glas Waſſer,« ſagte der menſchenfreundliche Pickwick, die Wirthin rufend.

»Ein Glas Waſſeer,« rief der entrüſtete Wardle. »Bringt einen Eimer voll und gießt ihn ihr über den Kopf, das wird ihr gut thun, und ſie hat es reichlich verdient.«

»Pfui, Sie Unmenſch,« ſagte die gutherzige Wir⸗ thin, welche ſogleich, durch ein Stubenmädchen unter⸗ ſtützt, begann, die Stirne der Dame mit Eſſig zu reiben, die Naſe zu kitzeln, die Schnürbruſt zu löſen, und alle andern Mittel anzuwenden, mit welchen mitleidige Frauen⸗ zimmer den Damen beizuſpringen pflegen, welche ſich be⸗ mühen, in Krämpfe und Ohnmachten zu fallen.

»Der Wagen iſt da, Sir,« rief Sam an der Thür des Zimmers.

»Komm komm,« ſagte Wardle.»Ich werde ſie die Treppe hinuntertragen müſſen.«

Bei dieſer Aeußerung kehrten die Krämpfe mit dop⸗ pelter Heftigkeit zurück, und die Wirthin ſtand im Be⸗ griff, ſehr heftigen Einſpruch gegen dieſes Verfahren zu zu thun, und hatte bereits entrüſtet die Frage aufgewor⸗ fen, ob Herr Wardle ſich für den Herrn der Schöpfung halte, als Herr Jingle ſie unterbrach:

»Hausknecht, holt mir einen Konſtabel!l«

»Halt halt,« ſagte der kleine Mann.Beden⸗ ken Sie, Sir bedenken Sie wohl« m