Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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168 Die Pickwicker. aber nicht und'ne kurze Zeit iſt's auch nicht, ich denke, nicht gar zu lange.«

»Es iſt aber doch eine Chaiſe hier durchgekommen?«

»Ja,'ne Chaiſe iſt durchgekommen.«

»Wie lange iſt es her, mein Freund? ſo vor einer Stunde etwa?« fiel Herr Pickwick ein.

»Freilich, vor'ner Stunde mag's geweſen ſein.«

»Oder vor zwei Stunden?« fragte einer der Poſtil⸗ lons.

»Ja, zwei Stunden mögen's ſein,« erwiederte der alte Mann.

»Fort, fort!« rief Herr Wardle unwillig,»verliert nicht noch mehr Zeit mit dem alten Strohkopf.«

»Strohkopf!« kreiſchte der alte Schlagwärter, als

die Chaiſe dahin rollte.»Magſr's ſelber ſein; haſt hier zehn Minuten verſäumt, und biſt eben ſo klug gegangen, als du gekommen biſt. Wenn alle Schlagwärter für ihre Guinee nur halb ſo viel thun als ich, ſo holſt du die andere Chaiſe vor Michelstag ſicher nicht ein, alter Fett⸗ wanſt!« und greinend kehrte der Alte in das Haus zurück und verſchloß die Thür hinter ſich.

Unſere Reiſenden näherten ſich inzwiſchen ſchnell dem Ende der erſten Station. Der Mond ſtand ſchon tief am Himmel, welcher ſich mit düſtern Wolken umzog, und einzelne, gegen die Wagenfenſter ſchlagende Regen⸗ tropfen ſchienen eine ſtürmiſche Nacht zu verkünden. Sie hatten den Wind, der mit jedem Augenblick rauher wurde, gegen ſich. Herr Pickwick verſenkte das Kinn in ſeinen zugeknöpften Oberrock, drückte ſich in eine Ecke und ver⸗ fiel in Schlaf, woraus er erſt wieder erwachte, als der Wagen hielt und Herr Wardle nach friſchen Pferden ſchrie..

Abermals wurde hier die Reiſe verzögert. Die Poſt⸗