Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 167

»Eine ſchöne Nacht,« ſagte Herr Pickwick, indem er nach dem hell ſcheinenden Monde emporblickte.

»Deſto ſchlimmer,« erwiederte Herr Wardle;»dadurch gewinnen ſie einen großen Vorſprung, denn der Mond geht für uns bald unter, und ſie kommen uns bei Mond⸗ licht ſo viel weiter vor.«

»Das ſchnelle Fahren im Dunkeln möchte ein wenig unangenehm werden, meinen Sie nicht?« bemerkte Herr Pickwick.

»Ganz gewiß, verſetzte ſein Freund trocken.

Herrn Pickwicks Aufregung legte ſich einigermaßen, als er ſeine Gedanken auf die Beſchwerlichkeiten und Ge⸗ fahren eines Abenteuers lenkte, in welches er ſich ſo unbedachtſamer Weiſe eingelaſſen hatte. Aus ſeinem trü⸗ ben Nachſinnen wurde er durch das laute»Hallo!« des Poſtil⸗ lons geweckt, in welches Herr Wardle ſogleich mit ein⸗ ſtimmte, und ſo auch Herr Pickwick, obgleich er nicht die Veranlaſſung zu errathen vermochte. Die Chaiſe hielt.

»Was giebt es 2« fragte Herr Pickwick.

Wir ſind an einem Schlagbaume,« erwiederte Herr Wardle;»hier werden wir etwas über die Flüchtigen erfahren.«

Nach einem beſtändig fortgeſetzten Hallo⸗Rufen, Schreien und Klopfen von fünf Minuten, erſchien ein alter Mann, im Hemde und in Beinkleidern, und zog den Schlagbaum in die Höhe.

Wie lange iſt es, ſeit eine Poſt⸗Chaiſe hier durch⸗ kam?« fragte Herr Wardle.

»Wie lange?«

»Ja doch, ja!«

»Hm, kanns nicht ſo beſtimmt ſagen. Lange iſt's