Die Pickwicker. 159
„Ihn ganz aufgeben?2« „»Gewiß.«
»Einen Andern erhören?«⸗
„Ja!l«
»So thun Sie es!«
Herr Jingle fiel auf die Kniee vor ihr nieder, blieb fünf Minuten in dieſer Stellung und ſtand mit dem Ja⸗ wort der Tante wieder auf, welches jedoch nur unter der Bedingung gegeben wurde, daß die Untreue des Herrn Tupman beſtimmt und offenbar erwieſen werde.
Die Laſt des Beweiſes lag Herrn Alfred Jingle ob, und er führte ihn noch an demſelben Tage beim Mittageſſen. Die Tante konnte kaum ihren Augen trauen. Herr Tracy Tupman hatte ſich neben Emilie geſetzt, und lieb⸗ äugelte, flüſterte und lächelte trotz Herrn Snodgraß. Er ſchien kein Wort, keinen Blick mehr für die Wahl ſeines Herzens vom vorigen Abend zu haben.
»Was der Joe für ein Schlingel iſt,« dachte der alte Wardle. Seine Mutter hatte ihn von der Scene in der Laube unterrichtet.—»Der verwünſchte Burſche— er muß geſchlafen und es geträumt haben.— Es iſt alles Einbildung geweſen.«
»Verräther!— dachte die Tante bei ſich ſelbſt. Der gute Herr Jingle hat mich nicht getäuſcht.— O wie haſſe ich den Treuloſen.«
Das nachfolgende Geſpräch wird unſern Leſern über das ſcheinbar unerklärliche Benehmen des Herr Tupman die nöthige Auskunft geben.
Die Zeit war Abend— der Schauplatz der Garten. In einem Seitengange wandelten zwei Perſonen, die eine kurz und beleibt, die andere ziemlich lang und ſchmächtig. Sie waren Herr Tupman und Herr Iingle. 1Der ſüius begann den Dialog. 1 8


