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Die Pickwicker. 157
ſen, daß ich nach der Urſache frage, um ſie wo möglich zu beſeitigen?«
„»Ha!« rief Herr Jingle, nochmals zuſammenſchreckend aus;»beſeitigen— Urſache meines Unglücks— liebt einen Andern— ſolcher Seligkeit unwürdig— der ſelbſt in dieſem Augenblick— Abſichten auf Nichte des ſüßen Weſens— doch nein, iſt mein Freund— will von ſeinen Untugenden ſchweigen— Miß Wardle— leben Sie wohl!«
Nach der Beendigung dieſer Anrede, der zuſammenhän⸗ gendſten, die er je vorgebracht hatte, hielt Herr Jingle die Ueberbleibſel ſeines bereits erwähnten Taſchentuchs vor die Augen und wendete ſich nach der Thür.
»Bleiben Sie, Herr Jingle,« rief ihm Miß Wardle mit gebieteriſcher Würde zu. Sie erlaubten ſich Andeu⸗ tungen auf Herrn Tupman— erklären Sie ſich näher.«
»Nimmermehr!« rief Jingle mit einer berufsmäßigen (d. h. theatraliſchen) Miene aus.»Nimmermehr!«— und um zu zeigen, daß er nicht ferner gefragt zu ſein wünſche, zog er einen Stuhl dicht neben den der Tante und ſetzte ſich an ihre Seite.
„»Herr Jingle,« ſagte ſie,»ich bitte, ich beſchwöre Ste,— wenn ein ſchreckliches Geheimniß in Beziehung auf Herrn Tupman obwaltet— offenbaren Sie es!«
„»Kann ich es,« erwiederte Herr Jingle, ſeine Blicke auf ihr Antlitz heftend,»kann ich ſehen— holdes ſüßes Weſen— vor dem Altare geopfert— gefühlloſer Hab⸗ ſucht!« Er ſchien einige Augenblicke mit verſchiedenen widerſtrebenden Gefühlen zu kämpfen und ſagte dann mit leiſer Stimme:»Tupman iſt's nur um Ihr Geld zu thun.«
»Der Böſewicht!« rief die Dame in höchſter Ent⸗


