156 Die Pickwicker.
zu warnen— meine Dienſte anbieten— Aufſehn ver⸗ hüten.— Doch, wie Sie wollen— halten Sie es für Beleidigung— das Zimmer verlaſſen«— und er ſtellte ſich, als wolle er die Drohung ausführen.
»Was ſoll ich beginnen?« ſagte ſie in Thränen aus⸗ brechend.»Mein Bruder wird wüthend ſein.«
»Freilich,« fiel Herr Jingle zurückkehrend ein,»über alle Maaßen.«
»Ach, Herr Jingle, was kann ich ſagen?« rief die Tante im Ausbruch ihrer Verzweiflung aus.
»Sagen Sie— Joe hätt's geträumt,« erwiederte Herr Jingle kaltblütig.
Dieſe Andeutung erfuͤllte die Tante mit neuer Hoff⸗ nung. Herr Jingle bemerkte es, und verfolgte ſeinen Vortheil.
»Nichts leichter,« fuhr er fort,»einfältiger Schlin⸗ gel— liebenswürdige Dame— Schlingel gepeitſcht— Dame geglaubt— Ende von der Geſchichte— Alles in Ordnung!«
Ob die Wahrſcheinlichkeit, den Folgen dieſer unan⸗
genehmen Entdeckung zu entgehen, die Tante erfreute, oder ob die Bitterkeit ihres Schmerzes dadurch vermin⸗ dert wurde, daß ſie ſich eine liebenswürdige Dame nennen hörte, können wir nicht beſtimmt behaupten. Sie warf leicht erröthend Herrn Jingle einen dankbaren Blick zu.
Dieſer inſinuante Herr ſeufzte tief auf, ließ ſeine Blicke einige Minuten auf der Tante Antlitz verweilen, ſchreckte melodramatiſch zuſammen, und wendete ſich plötz⸗ lich von ihr ab.
»Sie ſcheinen ſich unglücklich zu fühlen, Herr Jingle,« ſagte die Dame in bedauerndem Ton. Darf ich meine
Dankbarkeit für Ihre gutige Theilnahme dadurch bewei⸗
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