Die Pickwicker. 155
nachdachte, ſchlich er ſich hinter den mehrbeſagten Ge⸗ ſträuchen aus dem Garten und näherte ſich dem Hauſe. Das Glück ſchien ſeine Abſichten begünſtigen zu wollen. Herr Tupman und die andern Herrn traten eben aus der Seitenthüre in den Garten und er wußte, daß die jungen Damen gleich nach dem Frühſtück ausgegangen waren.
Die Thüre des Wohnzimmers ſtand halb offen; er blickte hinein. Die Tante war mit einer weiblichen Ar⸗ beit beſchäftigt. Er huſtete,— ſie blickte auf und lächelte. Blödigkeit lag nicht in dem Charakter des Herrn Alfred Jingle. Er legte geheimnißvoll einen Finger auf die Lippen, und trat ein.
„Miß Wardle,« ſagte er mit verſtelltem Ernſt— entſchuldigen Sie— kurze Bekanntſchaft— aber keine Zeit zu Ceremonien— Alles entdeckt!«
„Sir!« rief die Tante aus, etwas überraſcht durch ſein unerwartetes Erſcheinen und etwas zweifelhaft, ob er noch ganz bei Sinnen ſei.
„Pſt!« ſagte Herr Jingle im Theatergeflüſter— „feiſter Burſche— Mehlklös⸗Geſicht— runde Augen— Verräther!«— Hier ſchüttelte er bedeutſam mit dem Kopf und die Tante erzitterte vor Aufregung.
»Sie reden, wie es ſcheint, von Joe, Sir,« ſagte ſie, indem ſie ſich bemühte, ihre Faſſung zu behaupten.
»Ja Madame,— verwünſcht, dieſer Joe— ſagte Alles der alten Dame— alte Dame in Wuth— wüthet— tobt— Laube— Tupman— Küſſen und Drücken— was meinen Sie Miß, wie?—«
»Herr Jingle,« erwiederte die Dame,»wenn Sie hierher kamen, Sir, um mich zu beleidigen—«
»Keineswegs— durchaus nicht,« fuhr Herr Jingle fort;»hörte die Geſchichte— kam, Sie vor Gefahr


