Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 153

»Aber was kannſt du nun noch mehr begehren?« fuhr die alte Dame, Muth faſſend, fort.

»Es wird bei Ihnen Schauder erregen!« antwortete

IJpe.

Das klang keineswegs ermuthigend, und die Angſt der alten Dame kehrte zurück.

»Nun, was meinen Sie, das ich geſtern Abend in der Laube erblickte?« ſchrie Joe.

»Barmherziger Himmel, was denn?« ſchrie die durch ſeine ernſte Miene erſchreckte Dame.

Den fremden Herrn den mit dem Arm in der Binde und es war ein Küſſen und Drücken«

»Joe! mit wem? ich hoffe doch nicht mit einer der Mägde?« »Noch ſchlimmer als das,« raunte ihr Ioe ins Ohr.

»Doch nicht mit einer von meinen Großtöchtern?«

»Noch viel ſchlimmer als das!«

»Schlimmer als das, Joe?« fragte die alte Dame, die der Meinung war, es könne nichts Verruchteres ge⸗ ben.»Joe, mit wem war es denn? Ich will es durch⸗ aus wiſſen.«

Joe ſpähte vorſichtig nach allen Richtungen und ſchrie ihr darauf ins Ohr:

»Miß Rachel!«

Wer?« fragte die Großmutter mit erhöheter Stimme.»Sprich lauter!«

»Miß Rachel!« ſchrie Ive, ſo laut es ſeine Kehle erlaubte.

»Meine Tochter!«

Der Burſche nickte mehrere Mal bejahend, wodurch ſeine Backen in eine blanc manger Bewegung geriethen.

»Und ſie ließ ihn gewähren?« fragte die alte Dame.

Ein Grinzen verzerrte die Züge des feiſten Burſchen,