Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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146 Die Pickwicker.

der ſein ganzes Daſein Ihrem Glücke opfern möchte, der nur von Ihren Blicken lebt, durch Ihr Lächeln athmet die drückende Bürde des Lebens nur für Sie allein trägt.

»Wäre ein ſolcher Mann zu finden?« ſagte die Dame,»doch« 3

»Er iſt zu finden,« fiel der glühende Tupman ein, ver iſt gefunden, und liegt hier zu Ihren Füßen!«

Und bevor die Dame ſeine Abſicht von fern ahnen konnte, war Herr Tupman vor ihr auf die Kniee nieder⸗ geſunken.

»Stehen Sie auf, Herr Tupman!« ſagte Rachel.

»Nie!« war ſeine entſchloſſene Antwort.»O Ra⸗ chel!« Er ergriff ihre geduldige Hand und preßte ſie an ſeine Lippen, ſie ließ die Gießkanne zu Boden fallen. »O Rachel, ſagen Sie, daß Sie mich lieben!« 1

»Herr Tupman, ſagte die Tante,»ich vermag die Worte nicht auszuſprechen; doch doch Sie ſind mir nicht ganz gleichgültig.«

Kaum hatte Herr Tupman dieſes Geſtändniß vernom⸗ men, ſo ſchickte er ſich an, das zu thun, was unſeres Wiſſens (denn in ſolchen Dingen ſind wir nur wenig erfahren) bei ſolchen Umſtänden gewöhnlich zu geſchehen pflegt, und wozu ſeine aufs Höchſte geſpannte Empfindung ihn an⸗ trieb. Er ſprang auf, ſchlang den Arm um den Nacken der Tante, und drückte zahlreiche Küſſe auf ihren Mund, welche ſie ſich, nach dem gebührenden Spiel des Erſchrek⸗ kens und Sträubens, ſo ruhig gefallen ließ, daß man nicht leicht ſagen kann, wie freigebig Herr Tupman noch geweſen ſein möchte, wenn die Dame nicht plötzlich durch eine ernſte Anſtrengung ſich ſeiner Umarmung zu entreißen geſucht, und in erſchrecktem Tone ausgerufen häfte. 4

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