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Die Pickwicker. Klopfen an ſeiner Thüre ihn aus ſeiner tiefen Ruhe erweckte.
»Kann ich Herrn Winkle ſprechen, Sir 2« erwie⸗ derte der Hausknecht von Außen.
»Winkle!— Winkle!« rief Herr Tupman nach dem Nebenzimmer zu.
»Hallo,« erwiederte eine ſchwache Stimme aus dem Bett.
»Es will Sie Jemand ſprechen— Jemand an der Thüre,« und nachdem er ſo viel hervorgebracht hatte, wendete ſich Herr Tracy Tupman auf die andere Seite und ſchlief ſogleich wieder ein.
»Mich ſprechen?« ſagte Herr Winkle, indem er eiligſt aus dem Bette ſprang und einige Kleidungsſtücke anlegte,»mich ſprechen?— ſo weit von London— wer kann mich hier ſprechen wollen?«
»Ein Herr im Gaſtzimmer, Sir,« erwiederte der Hausknecht, als Herr Winkle ihm die Thüre öffnete und ihn befragte,»der Herr ſagt, er will Sie keinen Au⸗ genblick aufhalten, Sir,— aber er könne ſich nicht ab⸗ weiſen laſſen.«
»Sehr ſeltſam,« erwiederte Herr Winkle,»ich
werde gleich unten ſein.«—
Er hüllte ſich ſchnell in ſeinen Schlafrock und ging hinab.— Eine alte Frau und einige Kellner reinigten das Gaſtzimmer und ein Offizier in Halbuniform blickte
zum Fenſter hinaus. Letzterer wendete ſich um, als Herr
Winkle eintrat, und machte eine kalte und ſteife Verbeu⸗ gung. Nachdem er den Aufwärtern geboten, ſich zu ent⸗ fernen, und die Thüre ſehr ſorgfältig verſchloſſen hatte, ſagte er:»Herr Winkle, wenn ich nicht irre.«
»Mein Name iſt allerdings Winkle, Sir!« »Es wird Sie nicht befremden, Sir, wenn ich Sie


