38 Die Pickwicker.
begaben ſich nach dem Schlafzimmer des letztern, um die erborgten Federn des nichtsahnenden Winkle zurück zu geben.
Dieſer Herr lag im tiefen Schlaf, der Anzug war bald wieder an ſeinen Ort gelegt.— Der Fremde war äußerſt aufgeräumt, und Herr Tracy Tupman von Wein, Glühwein, Lichtern und Damen ganz berauſcht, betrach⸗ tete die ganze Sache als einen vortrefflichen Spaß. Sein neuer Freund entfernte ſich, und nachdem Herr Tupman mit einiger Schwierigkeit die Oeffnung ſeiner Nachtmütze gefunden und bei dem Verſuch, das Licht auszulöſchen, den Leuchter umgeſtoßen hatte, gelang es ihm endlich, durch eine Reihefolge complicirter Evolutionen ſein Bett zu erreichen, und er verſank bald darauf in tiefen Schlaf.
Es hatte am folgenden Morgen kaum 7 Uhr geſchla⸗ gen, als der umfaſſende Geiſt des Herrn Pickwick aus dem Zuſtande der Bewußtloſigkeit, in welchen der Schlum⸗ mer ihn geſtürzt hatte, durch ein lautes Klopfen an ſei⸗ ner Stubenthür geweckt wurde.
„Wer iſt da?« rief er, ſich im Bett aufrichtend.
„Hausknecht, Sir!«
„Was wollt Ihr?2«
»Mit Verlaub, Sir,— können Sie mir nicht ſa⸗ gen, welcher Herr von Ihrer Geſellſchaft einen ſchönen blauen Leibrock mit vergoldeten Knöpfen trägt, worauf P. C. ſteht?«
„»Der Rock wird zum Abbürſten hinausgegeben ſein,« dachte Herr Pickwick,„und der Menſch hat vergeſſen, wem er gehört.— Herr Winkle,« rief er,»im dritten Zimmer, rechter Hand.«
»Ich danke Ihnen, Sir,« ſagte der Hausknecht und entfernte ſich.
„Was giebt's?«
rief Herr Tupman, als ein lautes
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