Die Pickwicker. gänge gelangt, welche der, durch das Mittageſſen veran⸗ laßten Lethargie und ihren Folgen vorhergehen. Wie eine Gaslampe auf der Straße, die der Windzug anfacht, hatte er für einen Augenblick eine unnatürliche Munter⸗ keit gezeigt, dann war er plötzlich ganz ſtill geworden, nach einer kurzen Zwiſchenzeit flammte ſein Geiſt wie⸗ der auf, um für einen Augenblick zu erleuchten und zu erwärmen, darauf flackerte er in einem unſichern ſchwan⸗ kenden Licht und erloſch zuletzt gänzlich. Sein Kopf neigte ſich auf ſeine Bruſt und ein fortwährendes Schnar⸗ chen verkündete allein noch dem Ohr die Anweſenheit des großen Mannes.
Die Verſuchung, auf den Ball zu gehen und die er⸗ ſten Eindrücke der Schönheit der Kentiſchen Damen auf ſich wirken zu laſſen, war ſehr groß bei Herrn Tupman, und eben ſo ſtark war die Verſuchung, den Fremden mit zu nehmen. Er ſelbſt war durchaus unbekannt mit der Stadt und deren Bewohner; der Fremde dagegen ſchien Beide ſo genau zu kennen, als habe er von ſeiner Kind⸗ heit an in dem Orte gelebt. Herr Winkle ſchlief und Herr Tupman hatte hinlänglich Erfahrung in ſolchen Dingen, um zu wiſſen, daß, ſo bald er erwachte, er dem gewöhnlichen Gange der Natur gemäß ſich zu Bett be⸗ geben würde. Er war unentſchloſſen.—»Füllen Sie Ihr Gias und reichen Sie mir die Flaſche,« ſagte der unermüdliche Trinker.
Herr Tupman genügte ſeinem Verlangen und die Anregung des letzten Glaſes befeſtigte ſeinen Entſchluß.
»Winkles Schlafzimmer iſt neben dem meinigen,«⸗ ſagte Herr Tupman, ich könnte mich ihm jetzt nicht verſtändlich machen, wenn ich ihn auch aufweckte, aber ich weiß, daß er einen neuen Anzug unter ſeinem Ge⸗ päck hat und was meinen Sie dazu, wenn Sie denſelben


