18 Die Pickwicker. indem er die Klingel zog—»Gläſer geben— Brannt⸗ wein und Waſſer, heiß und kräftig, und lieblich und die Fülle— Auge beſchädigt, Sir?— Kellner, rohes Rindfleiſch auf das Auge des Gentleman— nichts ſo gut, als rohes Rindfleiſch für eine Beule, Sir— kalter Laternenpfahl ſehr gut, aber unbequem— verdammt unbequem, auf offener Straße mit dem Auge an einem Laternenpfahle zu ſtehen— ha— ſehr gut, ha hal«— Und der Fremde ſtürzte, ohne Athem zu ſchöpfen, ein halbes Maß dampfenden Branntwein mit Waſſer hin⸗ unter, und warf ſich ſo unbefangen in einen Lehnſtuhl, als wenn durchaus nichts Ungewöhnliches vorgefallen ſei.
Wahrend ſeine drei Gefährten eifrigſt beſchäftigt waren ihren Dank gegen ihren neuen Bekannten auszu⸗. ſprechen, hatte Herr Pickwick Zeit, ihn ſelbſt und ſeinen Anzug zu muſtern.
Er war von mittlerer Größe, aber ſein ſchmächtiger Körper und ſeine langen Beine ließen ihn viel größer erſcheinen. Sein grüner Rock war zu der Zeit, als man die Schwalbenſchwänze trug, ein elegantes Kleidungsſtück geweſen, hatte aber damals offenbar einem viel kleinern Mann als dem Fremden angehört, welchem die beſchmutz⸗ ten und abgetragenen Aermel kaum bis an die Hand⸗ gelenke reichten. Er war, auf die Gefahr hin, im Rücken zu reißen, bis dicht unter das Kinn feſt zugelnöpft, und eine alte Halsbinde, über der man keine Spur eines Hemd⸗
kragens ſah, ſchmückte ſeinen Hals. Seine dünnen, ſchwarzen Hoſen zeigten hier und. da jene abgeſchabten Stellen, welche Beweiſe langer Dienſte ſind, und waren ſehr feſt uͤber ein Paar, mehrmals ausgebeſſerte Schuhe geknöpft, als ſollten ſie die ſchmutzigen weißen Strümpfe
rDunti verbergen, die dennoch deutlich ſichtbar waren. Sein
langes ſchwarzes Haar drängte ſich in nachläſſigen Locken


